Aufgezeichneter Vortrag zur „Taxonomie“

Ich glaube, ich habe bisher vergessen auf einen zusammenfassenden Vortrag zu meiner „Taxonomie von Unterrichtsmethoden“ hinzuweisen. Im Rahmen einer Rundreise (Ende Oktober und Anfang November) durch Österreich, wo ich das Buch angekündigt habe, ist mein Vortrag an der TU-Graz aufgezeichnet worden.

Ich glaube, einen Philosophen, einen der selbst denken kann, könnte es interessieren, meine Noten zu lesen. Denn wenn ich auch nur selten ins Schwarze getroffen habe, so würde er doch erkennen, nach welchen Zielen ich unablässig geschossen habe. (Wittgenstein: Über Gewissheit, §387)

Die Video-Aufzeichnung (55m08s) findet sich auf http://curry.tugraz.at/podcast/iunig/buchpraesentation/vortrag1.html – Da aber dieser Server bereits öfters ausgefallen ist, biete ich den Video auch auf meinen Seiten an unter:

Aufgezeichneter Vortrag zur „Taxonomie von Unterrichtsmethoden“ [ACHTUNG: verweist noch auf altes Weblog. Video muss noch auf WordPress kopiert und verlinkt werden. 25.8.2013, pb]

Anbei finden Sie als Einstimmung einen Auszug aus meinem Nachwort:

„Mit diesem Buch lege ich einen konzeptionellen Rahmen zur Gliederung, Beschreibung und Entwicklung von Unterrichtsmethoden vor. Ich hoffe, dass meine Vorschläge nicht nur nachvollziehbar sind, sondern vor allem auch praktische Relevanz besitzen.

Auch wenn ich weiß, dass in meinem Entwurf einige wichtige Dimensionen fehlen und einige von mir vorgestellten Dimensionen oder Begriffe vielleicht noch nicht optimal sind, so hoffe ich insgesamt doch, dass mit den Skalen eine brauchbare Hilfe für das didaktische Design von Unterrichtssituation entstanden ist.

Dabei geht es mir weniger darum, ob das vorgelegte Material in allen Einzelheiten korrekt bzw. stimmig ist. Mir ist bewusst, dass die angeführten 26 didaktischen Dimensionen unvollständig sind, dass die 130 didaktischen Prinzipien sowohl erweitert als auch in ihren Bezeichnungen verbessert werden können und dass die 18 vorgestellten Modell-Familien mit ihren 133 didaktischen Modellen erst einen oberflächlichen Einblick in die zu realisierende didaktische Vielfalt ermöglichen. Es sind nicht diese konkreten Ergebnisse, an denen dieses Buches gemessen werden soll, sondern die dahinter liegenden Überlegungen, die zu diesen exemplarischen Inhalten geführt haben. Unabhängig davon, wie die einzelnen Ausprägungen einer Skala (= didaktisches Prinzipien) oder einzelne Skalen selbst (= didaktische Dimensionen) im Detail kritisch beurteilt werden, ein wesentliches Ziel dieses Buches sollte davon unberührt sein: Die Möglichkeiten didaktische Formenvielfalt wahrzunehmen und für die didaktische Gestaltung zu nutzen!

Mein Ziel war es aber nicht, bereits eine fertige didaktische Taxonomie mit Inhalten gefüllt vorzulegen. Meine Vorschläge stellen daher weder einen starren Fixpunkt noch ein (bewegliches) Etappenziel dar. Sie sind vielmehr als Begründung eines neuen Startpunkts zu sehen, eines Ausgangspunktes, der den Blick auf eine bestimmte Marschroute lenkt. Ich habe deshalb vor, in den nächsten Jahren einige Schritte in die vorgezeichnete Richtung zu gehen und eine systematische Sammlung der Beschreibung von Unterrichtsmustern anzulegen.

Diesen langwierigen und mühevollen Weg allein zu gehen ist weder besonders aussichtsreich noch lustvoll. (329f.) Ich hoffe daher, dass ich für diese Aufgabe MitstreiterInnen gewinnen werde, die – mit unterschiedlichen Schwerpunkten und vielleicht auch anderen Ideen – in die gleiche Richtung gehen wollen.

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