Öffnung der Hochschulbildung für Erwachsene

Eine Öffnung der Hochschulen für erwachsene Lerner/innen und ‚nicht-traditionelle‘ Studierende ist dringend notwendig!

Öffnung der Hochschulen für Erwachsene  und ‚nicht-traditionelle‘ Studierende!

In einem früheren Artikel zur Rolle der Universitäten in der Erwachsenenbildung habe ich erwähnt, dass Prof. Dr. Josef Schrader eine Studie zur Neuausrichtung der Universitäten für Lebenslanges Lernen vorgestellt hat. Ich bin aber dann nicht weiter darauf eingegangen, weil mir die entsprechenden Unterlagen und Inhalte gefehlt haben und ich mich daher nicht wohl dabei gefühlt habe, die differenzierten Ergebnisse in dem Referat – so einfach und locker – in meinem Weblog zusammen zu fassen.

HEAD-Bericht: Eine internationale Vergleichsstudie

Inzwischen hat die Prof.in Dr. Karin Dollhausen, die Autorin der Studie, mit mir Kontakt aufgenommen. Ich kann also mein Versprechen vom 25. Mai einlösen und hier weitere Informationen weitergeben. Am Besten verwende ich dabei gleich die Worte von Frau Dollhausen:

Im Mittelpunkt der europäisch und international vergleichenden Studie stand die Herausarbeitung von trendsetzenden Aktivitäten an Hochschulen im Zusammenhang mit der Öffnung der Hochschulen für erwachsene Lerner/innen und ‚nicht-traditionelle‘ Studierende (-> eingedenk der damit einhergehenden Definitionsprobleme).
Das hauptsächliche Material für die Vergleichsstudie wurde aus 20 ausgewählten Fallstudien zu weiterbildenden Studiengängen an Hochschulen (aus 15 europäischen und 5 nicht-europäischen Ländern) gewonnen, die von insgesamt 19 Experten aus 15 Ländern erarbeitet wurden. Die Fallstudien belegen exemplarisch die Variationsbreite von Aktivitäten zur Öffnung der Hochschulbildung für Erwachsene – dies mit einem Fokus auf die Eröffnung von flexiblen Zugangswegen zur Hochschulbildung und die Entwicklung von flexiblen Studienprogrammformate. Die Fallstudien geben zudem Aufschluss über regulative und institutionelle Rahmenbedingungen der Entstehung und Implementierung der vorgestellten Studienprogramme.

Der umfangreiche (englische) Bericht (208 Seiten) samt den Fallstudien (weitere 326 Seiten) kann von der Website der Europäischen Kommission heruntergeladen werden. Für Leute, die nicht so viel Zeit zum Lesen haben, gibt es eine Zusammenfassung nicht nur in Englisch, sondern auch in Französisch und Deutsch.

Frau Dollhausen verweist weiters auf den Call for Paper für das Heft 4 des REPORT (siehe: http://www.report-online.net/start/), das sich ganz mit der Thematik „Opening Higher Education“ befasst. Titel der Nummer, die Ende 2014 erscheinen wird ist: „Opening up Higher Education to Adult Learners – Concepts and Research Results“. Es werden Beiträge aus UK, Schweden, Portugal, Deutschland und insbesondere auch aus Österreich erwartet. Hier geht es zum CfP, der noch bis 1. Juli 2014 geöffnet ist.

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