Was ist COinS?

COinS steht für „ContextObjects in Spans“ (Spans bezieht sich auf den HTML-Tag „span“, d.h. die Metadaten werden durch ein Span-Tag eingeschlossen) und beschreibt eine Konvention („Community Specification“) wie OpenURLs in HTML referenziert werden. OpenURL wiederum ist ein Standard zur Angabe von Metadaten in einer URL, um unabhängig vom aktuellen Speicherort auf das entsprechende elektronische Dokumente verlinken zu können.

Wie funktioniert COinS?

Mit spezieller Software, wie z.B. Erweiterungen für WordPress oder Plugins für Browser kann ich BesucherInnen meiner Webseite das Notieren der bibliografischen Arbeiten wesentlich erleichtern, indem (viele, leider nicht alle) bibliografische Daten als COinS-Format von meiner Website auf den lokalen Rechner überspielt werden. Dazu muss ich jedoch (a) diese Daten in meine Webseite bereits integriert haben und (b) brauchen BesucherInnen meiner Webseite entsprechende Software, die COinS „versteht“. Zotero ist beispielsweise solch eine (freie) Software, die als „personal research assistant“ sehr wertvoll für tägliche Arbeit von WissenschaftlerInnen ist und für mich bereits ein unverzichtbares Werkzeug geworden ist.

Allerdings ist zu bedenken, dass COinS nur für sogenannte Linkresolver entwickelt wurde um mit möglichst wenigen Informationen eindeutig auf Objekte (Bücher) verlinken zu können. Für die allgemeine zukünftige bibliografische Nutzung (z.B. um Quellenangaben von Zitaten zu übermitteln) ist COinS allerdings nicht optimal geeignet, weil nicht alle notwendigen Daten dargestellt werden. So gibt es z.B. nur AutorInnen, aber keine HerausgeberInnen, auch das Abstract geht bei einer Übermittlung verloren. Daher müssen die durch COinS übermittelten Literaturreferenzen nachgearbeitet werden. Aus bibliografischer Sicht und zum wissenschaftlichen Arbeiten sind COinS  daher nur eine – leicht zu realisierende – Übergangslösung.

Zotero und COinS mit WordPress – ein einfaches Anwendungsbeispiel

  1. In Zotero unter Einstellungen/Zitieren COinS als Exportformat festlegen. 
  2. Die gewünschten Literatureinträge in der Datenbank selektieren. Jetzt können diese Einträge aus der Datenbank durch CMD-SHIFT-C in COinS-Format in den Arbeitsspeicher kopiert werden.
  3. WordPress aufsuchen und Editor von „Visuell“ auf „Text“ umschalten und das COinS-Format von Zwischenablage an beliebiger Stelle mit CMD-V hinein kopieren.

Wird nun die Datei aufgerufen, dann erscheint als COinS-Zeichen nicht das blaue Dokumenten-Icon für Webseite, sondern der gelbe Ordner, der anzeigt, dass mehr als ein Dokument als COinS exportiert werden kann.

  1. Da ist einmal die WordPress-Seite selbst. Durch den von mir verwendeten Plugin KBlog Metadata (oder auch andere, wie ScholarPress Coins) werden COinS-Metadaten für jede eigene WordPress-Seite produziert.
  2. Dann gibt es aber außerdem noch die eigens in den Hintergrund (Modus „Text“) manuell eingefügten COinS-Metadaten, die andere Literatur (z.B. die im Artikel zitierte Bücher) mit bibliografischen Daten beschreiben.

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