Akteur-Netzwerk-Theorie

Einführung in die Akteur-Netzwerk-Theorie (ANT). Grundlage ist das Buch von Bruno Latour „Eine neue Soziologie für ein neue Gesellschaft“, das Kapitel für Kapitel besprochen wird. Der Kurs kann kostenfrei und ohne formale Anforderungen besucht werden. Einzige Voraussetzung ist eine Registrierung auf meinem Weblog, sonst kann das Lernmanagement-System den Kursfortschritt nicht personalisieren.

Es gibt

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  • Der Grundgedanke von ANT (01)

    Die erste Lektion behandelt den Grundgedanken der ANT: In ANT wird das Soziale nicht gegeben und als eine Black Box aufgefasst, sondern es ist zu hinterfragen, wie sich die sozialen Verhältnisse in bestimmten Tatsachen abbilden, sich "Gehör" verschaffen, zum Durchbruch kommen.

  • Das Soziale neu definiert (02)

    Die zweite Lektion geht genauer auf den in der Einleitung argumentierten Grundgedanken von ANT ein, wonach der Begriff des Sozialen neu zu definieren ist.

  • Erste Unbestimmtheit: Gruppe (03)

    Diese Lektion behandelt im Konzept von ANT die erste Quelle der Unbestimmtheit bzw. die erste Quelle der Unschärfe, der sich alle sozialwissenschaftlichen Untersuchungen stellen müssen: die Gruppe.

  • Zweite Unbestimmtheit: Handlung (04)

    Latour de- bzw. rekonstruiert den sozialwissenschaftlichen Handlungsbegriff. Auch bei der Untersuchung der der Handlungen muss das breite Spektrum der Kontroversen aus der Sicht der Akteure voll zur Entfaltung gebracht werden.

  • Dritte Unbestimmtheit: Handlungsträger (05)

    In diesem Kapitel diskutiert Latour nach "Gruppe" und "handeln" eine weitere Quelle der Unbestimmtheit: Wer ist alles Handlungsträger/in? Für Latour sind nicht nur Menschen sondern auch Objekte Handlungsträger/innen.

  • Vierte Unbestimmtheit: "Tat"-Sachen (06)

    Nach den ersten drei Unbestimmtheiten (Gruppen, Handlung und Handlungsträger/innen) kommt als vierte Kontroverse der Gegensatz „Unbestreitbare Tatsachen versus umstrittene Tatsachen“ hinzu.

  • Fünfte Unbestimmtheit: Berichte (07)

    Das Verfassen von Berichten ist eine weitere (die fünfte) Quelle der Unbestimmtheit. Ein guter ANT-Bericht ist ein Text, der selbst als Mittler auftritt und sich darum bemüht, die vor sich gehenden Kontroversen weiter zu entfalten.

  • Zwischenspiel: Ist ANT Theorie, Methode oder Werkzeug? (08)

    In der Mitte des Buches fasst Latour die bisherigen Überlegungen zu ANT in Form eines Dialogs zusammen. Statt diesen Dialog nachzuvollziehen, habe ich hier in eigenen Worten 10 Aspekte ("Gedankensplitter") zur Charakterisierung von ANT zusammengefasst.

  • Grundfragen der Soziologie (09)

    Latour stellt in diesem Kapitel Betrachtungen an, warum die Sichtweise der "Soziologie des Sozialen" letztlich erfolglos bleibt und warum das Soziale so schwer nachzuzeichnen ist.

  • Erster Schritt: Das Globale lokalisieren (10)

    Der erste Forschungsschritt besteht darin, das Globale zu lokalisieren: Statt sich zwischen den Stätten der lokalen Interaktion (das Soziale Nr. 3) und dem globalen Kontext (das Soziale Nr. 2) zu zu entscheiden, folgen ANT-Forscher/innen der Regel "Alles flach halten!". Sie gehen davon aus, dass Globale lokalisiert werden muss, indem sie sich fragen "Wo werden die strukturellen Effekte tatsächlich produziert?"

  • Zweiter Schritt: Das Lokale neu verteilen (11)

    Im zweiten Forschungsschritt geht es darum, auch das Lokale nicht einfach so hinzunehmen, sondern – wie beim Globalen – zu entfalten. Es interessiert nun nicht mehr das Wo (= erster Schritt) sondern das Wie. Wie wird das Lokale hervorgebracht?

  • Dritter Schritt: Orte verknüpfen (12)

    Im dritten Forschungsschritt fragen wir uns: Wie hängt alles zusammen? Wenn wir das Globale lokalisieren und das Lokale verteilen, dann treten sowohl die Orte als auch die lokalen Handlungen in den Hintergrund. Der Blick richtet sich auf die Verknüpfungen selbst, auf die Transportmittel und ihre Zirkulationen in diesem Netzwerk.

  • Schluss: Von der Gesellschaft zum Kollektiv (13)

    Zeit für eine abschließende Gesamtschau: Im letzten Kapitel zieht Latour die Schlussfolgerungen zur politischen Relevanz der ANT. Dabei wendet er sich insbesondere gegen den Vorwurf, dass ANT eine reaktionäre Sozialtheorie sei, die „Menschen wie Objekte behandelt“.

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Ein Kommentar zu Akteur-Netzwerk-Theorie

  1. Peter Baumgartner sagt:

    Der Entwickler des Namaste-Plugins hat jetzt auf meine Bitte die Kommentarmöglichkeit für die Kurs-Hauptseiten eingerichtet. Es kann daher – zusätzlich zu Kommentaren auf der Seite der entsprechenden Lektion – auch hier diskutiert werden. Vielleicht ist es eine gute Idee, wenn bei den Lektionen zu den Inhalten der jeweiligen Lektion diskutiert wird, weil diese Kommentare sehen nur Lernende, die bereits in die betreffende Lektion eingeschrieben sind. Während hier auf der Hauptseite zum Kurs allgemein (didaktisches Design, Aufbau, etc.) diskutiert werden kann. Diese Diskussion kann von allen Besuchern meiner Webseite – angemeldet oder nicht – gesehen und auch mit eigenen Beiträgen mitgestaltet werden.

    Übrigens: Wer möchte, kann auch dem Entwickler ein nettes Feedback senden. Namaste (Das ist das Lernmanagement-System) bzw. Watu (Das ist das integrierbare Quizsystem)

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