13. Schluss: Von der Gesellschaft zum Kollektiv

Zeit für eine abschließende Gesamtschau: Im letzten Kapitel zieht Latour die Schlussfolgerungen zur politischen Relevanz der ANT. Dabei wendet er sich insbesondere gegen den Vorwurf, dass ANT eine reaktionäre Sozialtheorie sei, die „Menschen wie Objekte behandelt“.

12. Dritter Schritt: Orte verknüpfen

Im dritten Forschungsschritt fragen wir uns: Wie hängt alles zusammen? Wenn wir das Globale lokalisieren und das Lokale verteilen, dann treten sowohl die Orte als auch die lokalen Handlungen in den Hintergrund. Der Blick richtet sich auf die Verknüpfungen selbst, auf die Transportmittel und ihre Zirkulationen in diesem Netzwerk.

11. Zweiter Schritt: Das Lokale neu verteilen

Im zweiten Forschungsschritt geht es darum, auch das Lokale nicht einfach so hinzunehmen, sondern – wie beim Globalen – zu entfalten. Es interessiert nun nicht mehr das Wo (= erster Schritt) sondern das Wie. Wie wird das Lokale hervorgebracht?

10. Erster Schritt: Das Globale lokalisieren

Der erste Forschungsschritt besteht darin, das Globale zu lokalisieren: Statt sich mit einem ständige Oszillieren zwischen den Stätten der lokalen Interaktion (das Soziale Nr. 3) und dem globalen Kontext (das Soziale Nr. 2) zu verirren, fragen sich ANT-Forscher/innen „Wo werden die strukturellen Effekte tatsächlich produziert?“

9. Grundfragen der Soziologie

Latour stellt in diesem Kapitel Betrachtungen an, warum die Sichtweise der „Soziologie des Sozialen“ letztlich erfolglos bleibt und warum das Soziale so schwer nachzuzeichnen ist.

8. Zwischenspiel: Ist ANT Theorie, Methode oder Werkzeug

In der Mitte des Buches fasst Latour die bisherigen Überlegungen zu ANT in Form eines Dialogs zusammen. Statt diesen Dialog nachzuvollziehen, habe ich hier in eigenen Worten 10 Aspekte („Gedankensplitter“) zur Charakterisierung von ANT zusammengefasst.

7. Fünfte Unbestimmtheit: Berichte

Das Verfassen von Berichten ist eine weitere (die fünfte) Quelle der Unbestimmtheit. Ein guter ANT-Bericht ist ein Text, der selbst als Mittler auftritt und sich darum bemüht, die vor sich gehenden Kontroversen weiter zu entfalten.

6. Vierte Unbestimmtheit: „Tat“-Sachen

Nach den ersten drei Unbestimmtheiten (Gruppen, Handlung und Handlungsträger/innen) kommt als vierte Kontroverse der Gegensatz „Unbestreitbare Tatsachen versus umstrittene Tatsachen“ hinzu.

5. Dritte Unbestimmtheit: Handlungsträger

In diesem Kapitel diskutiert Latour nach „Gruppe“ und „handeln“ eine weitere Quelle der Unbestimmtheit: Wer ist alles Handlungsträger/in? Für Latour sind nicht nur Menschen sondern auch Objekte Handlungsträger/innen.

4. Zweite Unbestimmtheit: Handlung

Latour de- bzw. rekonstruiert den sozialwissenschaftlichen Handlungsbegriff. Auch bei der Untersuchung der der Handlungen muss das breite Spektrum der Kontroversen aus der Sicht der Akteure voll zur Entfaltung gebracht werden.

3. Erste Unbestimmtheit: Gruppe

Diese Lektion behandelt im Konzept von ANT die erste Quelle der Unbestimmtheit bzw. die erste Quelle der Unschärfe, der sich alle sozialwissenschaftlichen Untersuchungen stellen müssen: die Gruppe.

2. Das Soziale neu definiert

Die zweite Lektion des Kurses „Gemeinsam Latour lesen“ (GLL) erläutert den in der Einleitung argumentierten Grundgedanken von ANT, wonach der Begriff des Sozialen neu zu definieren ist.

1. Der Grundgedanke von ANT

Die erste Lektion behandelt den Grundgedanken der ANT: In ANT wird das Soziale nicht gegeben und als eine Black Box aufgefasst, sondern es ist zu hinterfragen, wie sich die sozialen Verhältnisse in bestimmten Tatsachen abbilden, sich „Gehör“ verschaffen, zum Durchbruch kommen.