Taxonomie von Lernzielen

Der Waxmann Verlag hat mir gestattet das 2. Kapitel meiner soeben erschienenen „Taxonomie von Unterrichtsmethoden – Ein Plädoyer für didaktische Vielfalt“ als PDF frei zugänglich zu machen. Dieses Kapitel ist – unabhängig von meiner Argumentationslinie im Buch – von allgemeinem Interesse, weil es (soweit ich weiß) die erste ausführliche deutschsprachige Zusammenfassung der „Taxonomy for Learning, Teaching, and Assessing“ darstellt.

Das Buch „A Taxonomy for Learning, Teaching and Assessing – A Revision of Bloom’s
Taxonomy of Educational Objectives“ (Anderson u. a. 2001) baut – wie aus dem Titel
bereits ersichtlich – auf die 1956 von Benjamin Bloom herausgegebene Taxonomie auf
(Bloom u. a. 1956). Die Bloom’sche Taxonomie ist heute bereits durchaus als Klassiker
anzusehen, d. h. Bemühungen zur systematischen Gliederung von Lern- und Lehrzielen
müssen sie als Grundlage bzw. Benchmark referenzieren. Ihr Grundmuster ist
eine Liste von sechs kognitiven Bildungszielen, wovon jedes wiederum unterschiedlich
detailliert unterteilt ist. Die Taxonomie ist damit eindimensional aufgebaut. Darin besteht
ein wesentlicher Unterschied zu ihrer zweidimensionalen Erweiterung in Form
einer Tabelle durch Anderson und KollegInnen.

Das im Kapitel 2 (PDF, 2.2MB) vorgestellte Beispiel einer Taxonomie soll erste Anregungen vermitteln, wie
Klassifikationssysteme aufgebaut sind, welche Funktionen sie wahrnehmen und wie
sie benutzt werden können. Gleichzeitig ist es aber eine Gebrauchsanweisung, die für die Gestaltung von Lernzielen bzw. Lernergebnisse („Learning Outcomes„) bei der curricularen Entwicklung genutzt werden kann.

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