E-Portfolio als Change Agent

Auf der morgigen E-Learning Cluster Frühjahrstagung spreche über die zentrale Rolle, die der Einsatz von E-Portfolios für die Lehr-/Lernkultur bedeuten kann. Als Metapher für meinen Vortrag habe ich ein Foto von Reinhard Bauer, das auch in unserem gemeinsamen Buch inkludiert ist, herangezogen. Es zeigt die Schaufenster eines dreistöckigen Warenhauses und soll damit auf die Rolle von E-Portfolios als „Schaufenster des Lernens“ – so unser Buchtitel – verweisen.

E-Portfolios als Schaufenster des Lernens

Bei diesem zweiten Prezi-Vortrag habe ich nun darauf geachtet, dass ich meiner Selbstkritik von voriger Woche gerecht werde: Ich habe jetzt versucht wesentlich mehr ins Detail zu gehen und dabei auch konkreter zu werden. Wichtiger Punkt dabei ist es, dass ich auf die Schaffung einer neuen Lehr-/Lernkultur stärker eingehe und dies in ihren Konsequenzen als Beispiel des Stabhochsprungs grafisch und detailliert darstelle. 

Unsicherheiten mit Prezi

Es irritiert mich ein wenig, dass ich mit Prezi weit mehr „Folien“ für einen Vortrag benötige, als dies mit PowerPoint der Fall ist.  Ich darf normalerweise nicht mehr als 40-45 PP-Folien für eine dreiviertel Stunde vorsehen, wobei sogar dann einige Slides darunter sind, die nur kurz (fast ohne Text) als Grafik/BIld  eingeblendet werden. Mit Prezi bin ich nun bei 72 angelangt. Der Grund dürfte einerseits darin liegen, dass ich 17 Folien für Struktur-/Gliederungsinformationen verwende (Überblick zu den Inhalten der einzelnen Stockwerke), andererseits vermute ich jedoch auch, dass Prezi  die Verwendung von Grafiken stärker forciert, weil das bei der seriellen Durchklickerei in PowerPoint nicht gut ankommt.

Ich hoffe, dass ich mich nicht irre und nicht den vorgesehenen zeitlichen Rahmen sprenge, aber ich erinnere mich, dass ich (durch einen Irrtum meinerseits) bei meinem ersten Prezivortrag voriger Woche statt 45 überraschend bereits in 30 Minuten fertig war. Dieses andere Verhältnis der Präsentationsansichten dürfte also – auf Holz geklopft – stimmen. Auch mein „Rehearsal“ (eine Tätigkeit, die ich auf Grundlage meiner Routine bereits jahrelang nicht mehr gebraucht habe) hat auf diesen kürzeren Zeithorizont verwiesen.

Feedback erwünscht

Ich würde mich freuen, wenn ich konstruktives aber durchaus kritisches Feedback bekomme, damit ich weiter lernen kann und meine Vorträge (noch) besser werden <grin>, zumindest an meine – sonst bisher recht angekommenen Referate – anschließen können. Ich habe nämlich schwer den Verdacht, dass ich nicht Prezi bzw. meine Unsicherheit mit der neuen Software die Schuld geben darf. Ich glaube, dass ich meine beiden letzten Bücher noch nicht präsentationsmäßig verarbeitet habe, dass ich noch zu wenig Abstand dazu gewonnen habe. Es fehlen Anekdoten, witzige Bemerkungen. Statt dessen neige ich dazu die vielen für mich wichtigen neuen Details, die in meinen beiden letzten Büchern das erste Mal präsentiert werden – nun auch in die Referate hinein zu stopfen und damit den Vortrag nicht nur zu überladen, sondern vor allem zu theorielastig zu gestalten.

Theorie ist ja nichts Schlechtes, aber es kommt doch auch ein wenig auf das Publikum an: Ein Vortrag vor WissenschaftskollegInnen, die sich mit denselben Thema beschäftigen, ist anders aufzubauen als ein Referat vor einem sehr gemischten Publikum, bzw. einem Auditorium, dass (auch) an praktischen Handreichungen interessiert ist. (Ich schreibe dies, weil ich viel Feedback bekommen habe, dass mein Vortrag halt „ein wenig theoretisch war“, aber sonst sowieso ganz gut, etc. Das Problem ist, dass das Feedback von mir nahestehenden Personen gekommen ist, die allesamt an Abstraktionen im wissenschaftlichen Diskurs gewöhnt sind. Also bitte: Feedback geben! (Entweder als Kommentar auf diese Seite, oder über Mail, auch die Kontaktseite dieser Webseite kann genutzt werden.)

Verbreitung des Vortrags

Ich habe meinen Vortrag – wie bereits seit Jahren üblich – unter der Creative Commons unter meiner Namensnennung zur nicht-kommerziellen Weiterverwendung inklusive Weitergabe zu den gleichen Bedingungen lizenziert. Siehe genauer: http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/at/

Der Vortrag kann nachfolgend auf dieser Website nicht nur angeschaut werden, sondern unter meiner Prezi-Seite http://prezi.com/user/baumgartner auch herunter geladen werden.

 

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