Pecha Kucha: Feedback-Arten von Online-Lernen

Pecha Kucha: How much could you get across in 400 seconds?

Mein erster Pecha Kucha Vortrag geht zu „Feedback-Arten von Online-Lernen“. (Bildquelle: Anja Merilainen in „How NOT to Prepare for Pecha Kucha“ (coetail.com)

Für die EDU|days 2016 habe ich einen Pecha Kucha Vortrag zusammengestellt (sprich: petscha-kutscha). Ich habe nicht exakt die offiziell vorgeschriebenen 20 images x 20 seconds eingehalten, weil die Veranstalter der EDU|days hier Freiheiten gelassen haben. Bedingung war nur, dass der Vortrag nicht über 20 x 20 = 400 Sekunden dauern darf. Ich habe daher bloß 19 Folien in exakt 6 Minuten 40 Sekunden (= 400 Sekunden) besprochen. – Sie können hören, dass ich in der letzten Folie ein wenig schneller gesprochen habe; ich musste drei Sekunden einsparen 🙂

Erfahrungen mit der Erstellung des Pecha Kucha-Vortrags

Obwohl ich schon häufig Pecha Kucha-Vorträge gehört habe, hatte ich bisher selbst noch keinen erstellt (und gehalten). Ich finde das Format als Zuhörer sehr ansprechend, weil in kurzer Zeit viele Informationen übermittelt werden können. Das ist nicht nur kurzweilig, sondern vor allem für eine erste Orientierung besonders wertvoll. Wenn ich beispielsweise überhaupt erst entscheiden möchte, ob mich das Thema interessiert, ist es sinnvoll dies nicht erst nach 20-30 Minuten „Standard“-Vortragslänge zu erfahren.

Ich habe inzwischen auch einige Tipps im Internet gefunden, wie Pecha Kucha Vorträge zu planen sind: Allerdings erst nachdem ich meinen eigenen Vortrag fertig hatte 😳 . Den wichtigsten Tipp will ich Ihnen nicht vor enthalten:

Most people who have advice to give about Pecha Kucha will tell you that when preparing a presentation, it’s best to plan the speech first, figure out the timing, and then select slides to match.  Further, they acknowledge that the presentation form itself can hinder speakers from “going deep,” and suggest that speakers spend two or three slides developing a point to avoid this pitfall, and instead create stories that unfold naturally and unhurriedly. (Anja Merilainen in coetail.com)

Pecha Kucha-Veranstaltungen haben manchmal den Nachteil, dass bei ungeübten Vortragenden, die sich z.B. in der Einleitung verlieren, der Vortrag plötzlich – nach Erreichen des Zeitlimits – abgebrochen wird. Das ist manchmal ärgerlich, weil in solchen Fällen manchmal die wichtigsten Informationen noch gar nicht vermittelt wurden und die 400 Sekunden eine reine Zeitverschwendung waren. Eine andere Gefahr besteht darin, dass der Vortrag nicht synchron zu den Folien abläuft, was – insbesondere wenn konkret Details aus der Folie angesprochen werden – beträchtlich zur Verwirrung beiträgt.

Die Fallstricke sind ausgelegt; bin gespannt über welchen ich fallen werde… Damit mir nicht übermorgen alle möglichen Malheurs passieren, habe ich den Vortrag vertont und mich dabei zum ersten Mal mit den entsprechenden PowerPoint-Funktionen vertraut gemacht. Gleichzeitig habe ich mir dabei genau überlegen müssen, was ich denn für eine zentrale Message vermitteln will. Ich habe mich dafür entschieden, nicht bloß die Feedback-Arten vorzustellen, weil diese recht komplex sind und ohnehin im Detail praktisch im Moodle-Kurs exploriert werden müssen. Statt dessen habe ich mich darauf konzentriert, den theoretischen Zusammenhang mit meiner „Taxonomie von Unterrichtsmethoden“ darzustellen.

Das Ergebnis meines Tonaufnahme-Experiments war in zweifacher Hinsicht gemischt:

  • Den ganzen Vortrag in einem Stück frei sprechend bin ich nie mit der Zeit ausgekommen. Meistens war ich um 30-60 Sekunden zu lang, oder – wenn das einmal nicht der Fall war – habe ich mich versprochen.  👿
  • Erst als ich die Folien einzeln besprochen habe, konnte ich ganz genau auf die Zeit kommen. Dazu war mehrmaliges Aufnehmen einzelner Folien notwendig, um da oder dort noch einige Sekunden hinzuzufügen oder zu kürzen. Allerdings habe ich den Eindruck, dass dadurch die Spontaneität und Lebendigkeit des Vortrag verloren gegangen ist.

Ich werde daher wahrscheinlich beim echten Vortrag nur die Folien ohne Ton abspielen lassen. Weil die Dauer pro Folie sehr unterschiedlich ist, birgt das die Gefahr, dass ich nicht alles Wichtige für jede einzelne Folie in der zur Verfügung stehenden Zeit unterbringe.

Im Anhang findet sich der besprochene Foliensatz: Pecha Kucha: Feedback-Arten von Online-Lernen mit Multiple-Choice (ACHTUNG: Dier vertonte Slideshow hat 29 MB!). Es gibt auch eine – um 3 Sekunden zu lange – Version in SlideShare zum Herunterladen.

Anhang

Pecha Kucha Vortrag (19 PowerPoint.Folien, 400 Sekunden).
Titel: Pecha Kucha: Feedback-Arten von Online-Lernen mit Multiple-Choice (2006 clicks)
Beschriftung: Pecha Kucha Vortrag (19 PowerPoint.Folien, 400 Sekunden).
Dateiname: faol-edu_days-pechakucha.pptx
Dateigröße: 29 MB

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3 Kommentare zu Pecha Kucha: Feedback-Arten von Online-Lernen

  1. Gerhard Uitz sagt:

    Danke für den spannenden Input!

  2. Pingback: Pecha Kucha: Feedback-Arten von Online-Lernen | weiterbildungsblog

  3. Maria Spilker sagt:

    Prof. Baumgartner, Danke für den Erfahrungsbericht. Im Rahmen des Masters on Pedagogy of eLearning wir haben uns mit dem Format Pecha Kucha auseinander gesetzt. Sie können read one abstract hier: http://repositorioaberto.uab.pt/handle/10400.2/3036
    MfG, Maria

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