Planung der LearnTec 2007 – Programmbeirat

Am kommenden Montag, den 3. April reise ich zu einer Sitzung des Programmbeirates der LearnTec zur Vorbereitung der LearnTec
(13.-15. Februar 2007). Da ich dieses Jahr wegen meines
Forschungssemesters nicht selbst auf der LearnTec war, habe ich mich
kundig gemacht und KollegInnen aus meinem (wissenschaftlichen) Umfeld
befragt.  Daraus ergeben sich eine Reihe von Punkten, die ich bei der
Sitzung vorbringen möchte.

Am kommenden Montag, den 3. April reise ich zu einer Sitzung des Programmbeirates der LearnTec zur Vorbereitung der LearnTec (13.-15. Februar 2007). Da ich dieses Jahr wegen meines Forschungssemesters nicht selbst auf der LearnTec war, habe ich mich kundig gemacht und KollegInnen aus meinem (wissenschaftlichen) Umfeld befragt.  Daraus ergeben sich eine Reihe von Punkten, die ich bei der Sitzung vorbringen möchte.

  • Das wissenschaftliche Niveau wird von meinen KollegInnen (die aller aus der Wissenschaft kommen!) sehr kritisiert. Hier hat die LearnTec offensichtlich stark abgebaut und ist beispielsweise gegenüber der Online Educa stark ins Hintertreffen geraten.
  • Das halbherzige Ausschreiben eines Calls for Paper – wie es bei der letzten LearnTec erstmalig der Fall war – wird als kontraproduktiv eingeschätzt. Aus der 1/2-seitigen Einreichung lässt sich die Qualität der Beiträge nicht einmal erahnen. Es kam gegenüber uns inhaltlichen Verantwortlichen der Sektionen zu schlecht kommunizierten zusätzlichen Aufgabe: Wir hatten es plötzlich mit einer großen Zahl von Einreichungen zu tun (in der Sektionen „Bildungstechnologie etwa fast 50) und es war weder ein Procedere der Begutachtung noch eine Form der Rückmeldung an die Einreicher/-innen vorgesehen. Alles geschah freihändig. Außerdem wurde – zumindest in meiner Sektion „Bildungstechnologie“ – selbst dieses „lockere“ Verfahren durch Zusagen seitens der Kongressverantwortlichen an ReferentInnen, die der inhaltliche Verantwortliche der Sektion (in meiner Vertretung Prof. Rolf Schulmeister) nicht kannte, noch zusätzlich unterlaufen. Hier muss dringend eine professionelle Vorgehensweise Platz greifen: Entweder Call for Paper, dann aber mit allen notwendigen Begleitmaßnahmen: veröffentlichtes Procedere inkl. Zeitablauf, Einreichung in einem Format, das sinnvoll begutachtet werden kann, Begutachtung, Feedback etc.
  • Die Messe hingegen wird z.T. recht positiv eingeschätzt: 
  • „…betreffend Messe schien es sehr zufriedenstellend gelaufen zu sein. Ich hatte mit mehreren Ausstellern gesprochen. Tenor: viele konkrete, sogar abschlussnahe Gespräche (dies mag darin begründet sein dass das Publikum gereift ist,  nicht fragte „was ist das“ sondern „wie kann ich es einsetzen“. Auch gute Produkte (Killerapplikationen habe ich keine erwartet) habe ich gesehen. Rundum professionelles Auftreten, auch seitens der Universitäten.“

  • Über die weitere Linie der Ausrichtung habe ich in meinen KollegInnekreis unterschiedliche Meinungen gehört. Die Mehrheit ist für einen nochmaligen Anlauf die wissenschaftliche Seite des Kongresses zu stärken. „Mehr wissenschaftlich fundierte Beiträge, stärkere Berücksichtigung von
    Unis und Hochschulen.“. Es gibt jedoch auch die resignierende Ansicht, diesen Versuch fallen zu lassen und sich ganz auf die Messe zu konzentrieren:

    „Mir scheint das Konzept der Themenbühnen – Fachbeiträge inmitten der Messe – für die LearnTec sinnvoll. Dahinter könnte die Strategie „Brücke zwischen Hochschule und Wirtschaft“ stehen. Den typisch „akademischen Kongress“, disloziert und halbherzig, würde ich fallen lassen. Die Themenbühnen aber aufwerten mit prominenten Fachbeiträgen und mit wirkungsvoller Moderation, gerade die ist dem „ungeschützten“ Messeszenario besonders wichtig.

  • Ich werde für eine höhere Qualität in der wissenschaftlichen Ausrichtung votieren.
  • Bezüglich der eigenen Sektion „Bildungstechnologie“ möchte ich vorschlagen, dass im nächsten Jahr die didaktischen Möglichkeiten des Web 2.0 in den Mittelpunkt gestellt werden. Es geht dabei um Social Software und dabei vor allem um die didaktisch sinnvolle Nutzung von sogenannten „User generated content“ in Hochschule und Wirtschaft.

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