Wiederbestellung für Steirischen Forschungsrat

Mit großer Freude bekam ich per E-Mail die Nachricht, dass ich auf Beschluss der Steiermärkischen Landesregierung vom 26. Jänner 2012 für eine weitere 5-Jahres Periode wieder für den Steirischen Forschungsrat bestellt worden bin. Die 8 neuen Mitglieder wurden auf Vorschlag unter anderem der Landesregierung, Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung und Hochschulkonferenz nominiert. Als Forscher und Wissenschaftler freut es mich natürlich ganz besonders, dass ich von der Steirischen Hochschulkonferenz als eines der acht Mitglieder für die neue Funktionsperiode Rates nominiert worden bin.

Im Arbeitsübereinkommen der Steiermärkischen Landesregierung ist die Einrichtung eines Steirischen Forschungsrates (Forschung, Innovation und Technologie für die Zukunft) vorgesehen. Der bisherige Rat hat dabei überwiegend eine beratende Funktion für die Steiermärkische Landesregierung eingenommen. Aus meiner Sicht wäre jedoch in Zukunft auch ein stärkeres Auftreten als Plattform für Forschung, Innovation und Technologie im Sinne der verschiedenen Steirischen Stakeholder denkbar. Das würde auf jeden Fall eine stärkere Kommunikation nach außen erforderlich machen.

„Der Steirische Forschungsrat soll die Situation der Steiermark – im
Rahmen der österreichischen, europäischen und globalen Entwicklung –
analysieren und Handlungsempfehlungen im Hinblick auf langfristige
Zukunftsfragen aussprechen.“

Natürlich hätte dies auch den möglichen Effekt, dass der Forschungsrat
damit „angreifbarer“ wird, indem seine Arbeit stärker in die kritische
öffentliche Diskussion kommt. Ich halte dies aber nicht für einen
Nachteil. Die Idee von irgendwelchen Weisen, die alleine wissen, wo es
lang geht, halte ich sowieso für suspekt. Handlungsempfehlungen – wie
sie zur Hauptaufgaben des Rates gehörten – sind niemals der Weisheit
letzter Schluss: Sie müssen von Menschen mit unterschiedlichen
Interessensorientierungen aufgenommen, interpretiert und umgesetzt werden.

Die Arbeit in der abgelaufenen Periode fand in einer extrem wertschätzenden Atmosphäre statt, die vor allem durch den Vorsitzenden Prof. Dr. Claus Weyrich ganz  wesentlich geprägt und gestaltet wurde. Für mich war mein „Auftritt“ auf diesem „Parkett“ ungewohnt und neu. Ich habe sehr viel Neues in dieser Tätigkeit gelernt und im Forschungsrat die Expertise der anderen Mitglieder nicht nur geschätzt, sondern auch bewundert. Ich habe im Rat nicht nur tolle KollegInnen kennen gelernt, sondern zum Teil auch neue Freunde gewonnen.

Ich hatte allerdings – ehrlich gesagt – den Eindruck, dass ich mich nicht besonders gut einbringen konnte. Auch das war eine neue Erfahrung in meiner Karriere. Normalerweise nehme ich bei solchen Gruppen eher eine tragende Rolle ein, das war aber in der abgelaufenen Periode des Forschungsrates sicherlich nicht der Fall. Bei einigen zeitkritischen Aktivitäten konnte ich wegen meiner anderen Verpflichtungen nicht flexibel und vor allem schnell genug reagieren; bei anderen Themen verstand ich zu wenig und musste mich auf die Rolle eines Zuhörers bzw. auf verstreute kleinere Diskussionsbeiträge beschränken.

Ich bin deshalb auch von der Wiederbestellung überrascht worden. Der Brief der Landesrätin Mag. Kristina Edlinger-Ploder, in dem ich von der Bestellung am 26 Jänner offiziell erfuhr, war eigentlich das Dankesschreiben an die Mitglieder des Forschungsrates der abgelaufenen Periode. Am Ende des Schreibens wurden jedoch die neu nominierten Mitglieder aufgelistet. Es handelt sich aber um nicht um eine interne Information, da am selben Abend die Namen der neuen Mitglieder auch in den (Online-Ausgaben) der Zeitungen veröffentlicht wurden. So finden sich die Namen beispielsweise in der steirischen Ausgabe der Kleinen Zeitung – etwas irreführen nach in einem Beitrag zu Ordensspitäler. Ich darf die Namen des neuen Forschungsrates also – ohne die oben diskutierte geänderten Informationspolitik des neuen Forschungsrates bereits vorweg zunehmen – hier anführen:  Mario J. Müller (Fibag – Forschungszentrum
Bauwesen), Andreas Gerstenmayer (AT&S), Peter Baumgartner
(Donau-Uni Krems), Marianne Hilf (Uni St. Gallen), Hans Sünkel (TU
Graz), Sabine Herlitschka (Infineon), Matthias Karmasin (Uni Klagenfurt)
und Generalsekretär Friedrich Faulhammer (Wissenschaftsministerium).

 

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