Gastprofessur in Umeå (Schweden)

Auf Einladung von Isa Jahnke, die eine Professur in Interactive Media and Learning (IML) innehat, bin ich in den beiden kommenden Wochen am Department of Applied Educational Science an der Umeå Universitet.

Umeå-Google Maps
Die geografische Lage von Umeå, (Schweden)

Auf Einladung von Isa Jahnke, die eine Professur in Interactive Media and Learning (IML) innehat, bin ich in den  kommenden beiden Wochen als Gastprofessor am Department of Applied Educational Science an der Umeå Universitet.

Umeå liegt zwar „nur“ etwa in der Mitte von Schweden, das ist aber immer noch der nördlichste Ort, an dem ich jemals war.

Im Rahmen der dreiwöchigen Gastprofessur werde ich neben einer ganzen Reihe von Besprechungen mit dem Umeå-Staff zwei wesentliche Auftritte haben:

  • Vortrag zu E-Portfolios: Ich werde aber meine Präsentation so anlegen, dass ich vor allem über meinen theoretischen Zugang zu dieser Fragestellung spreche. Ausgehend von meiner Taxonomie von Unterrichtsmethoden werde ich die Idee einer neuen Art von didaktischen Handlungsanleitung vorstellen. Dabei werde ich jedoch nicht detailliert in die Konstruktion der „pattern language“ – wie ich sie mit Reinhard Bauer für E-Portfolios entwickelt habe – eingehen, sondern nur den grundsätzlichen Aufbau aus Schaufenster des Lernens erklären. Zur dazugehörigen Prezi-Präsentation geht es hier.
  • Seminar zu „Pattern Language“: Die näheren Details und Hintergründe zur Konstruktion von Mustersprachen werde ich dann in einem eigenen Seminar ausführlich erläutern. Auch dabei werde ich in diesem Workshop weniger auf das konkrete Handwerkzeug eingehen, sondern ich möchte eher über die wissenschaftstheoretischen Hintergründe der Musteridee diskutieren. Zur dazugehörigen Prezi-Präsentation geht es hier.

Ziele der Gastprofessur und ein Blick in die Zukunft

Von schwedischer Seite gab es das Angebot auch mehrere Monate nach Umeå zu kommen. Das ist mir aber leider auf Grund der Fülle anderer Aufgaben als Departmentleiter leider nicht möglich gewesen. Der (daher recht kurze) Besuch in Umeå ist als Teil meiner Bemühungen zu sehen, eine stärkere internationale Vernetzung und Sichtbarkeit meines Departments zu erreichen. Dazu gehört sowohl der erste internationale Lehrgang Master of Arts in Social Innovation (Siehe auch meinen Weblog-Eintrag dazu), den wir erst kürzlich gestartet haben, als auch andere geplante Aktivitäten:

  • Ein weiterer englischsprachiger Lehrgang „Microlearning“, der in Vorbereitung ist.
  • Die Weltkonferenz TIME2014 (Technology in Mathematics Education) vom 1.-5. Juli 2014. (Siehe dazu auch meinen Weblog-Eintrag.)
  • Die Weltkonferenz PUARL, die wir in abgeänderter Form als interdisziplinäre „Pattern“-Konferenz jeweils abwechselnd mit Portland/USA zum ersten Mal vom 3.-5 Juli 2015 abhalten werden.
  • Auch englische Buchprojekte, deren Planung allerdings noch in den Kinderschuhen steckt, gehören zu dieser Strategie: So ist geplant – gemeinsam mit Jon Talbot von der University of Chester ein Buch zu „Professional Studies“ bzw. zu „Work-Based Learning“ (WBL) zu schreiben. Außerdem schlage ich mich Überlegungen herum, meine bisherigen theoretischen Arbeiten zur Didaktik von E-Learning systematisch als Lehrbuch in Englisch herauszugeben.

Inwieweit meine Bemühungen zur Internationalisierung erfolgreich sind, wird zu einem großen Teil davon abhängen, ob es mir gelingt die anstehenden vielfältigen Management-Aufgaben am Department so zu organisieren, dass ich mich stärker für inhaltliche Arbeiten frei spielen kann. Eine entscheidende Rolle wird dabei die Besetzung einer §99-Professur zu Bildungstechnologie an meinem Department spielen. Ich habe nämlich die Hoffnung, dass ich dann die anstehenden Aufgaben mit einer Kollegin/einem Kollegen auf gleicher Augenhöhe aufteilen kann. Wie heißt es so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt ;-).

 

Von Peter Baumgartner

Seit mehr als 30 Jahren treiben mich die Themen eLearning/Blended Learning und (Hochschul)-Didaktik um. Als Universitätsprofessor hat sich dieses Interesse in 13 Bücher, knapp über 200 Artikel und 20 betreuten Dissertationen niedergeschlagen. Jetzt in der Pension beschäftige ich mich zunehmend auch mit Open Science und Data Science Education.

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