GLL-Erste praktische Erfahrungen mit ANT

Obwohl das Projekt „Gemeinsam Latour Lesen“ (GLL) gerade erst abgeschlossen ist, haben sich daraus bereits einige praktische Konsequenzen in meiner Forschungsarbeit ergeben. Diese (positiven) Erfahrungen und Rückmeldungen beruhen darauf, dass ich die Grundidee von ANT bereits in verschiedenen Zusammenhängen (Betreuung bei Dissertationen, Projekt, Vortrag, Lehrveranstaltung) eingesetzt habe.

Im Nachfolgenden versuche ich nun rückblickend aus meiner Arbeit einige Schlussfolgerungen aus der ANT Perspektive nach zu zeichnen. Diese retrospektive Analyse ist natürlich als eine Re-Konstruktion zu verstehen, d.h. ich sehe die Entwicklung heute von einem anderen Gesichtspunkt als es zum damaligen Zeitpunkt der Fall war. Oder anders ausgedrückt: Nachdem ich die Actors-Network Theory (ANT) etwas besser verstehe, sehe ich die Ereignisse und Vorfälle in einem anderen Licht.

1. ANT: Das Netbook-Projekt und die Lifestyle These

Eine ersten praktische Anwendungen der Actors-Network Theory (ANT) haben wir in das relativ neue Netbook-Projekt einfließen lassen. Der erste Grundgedanke dabei war, dass wir die Untersuchungsfrage gemäß öffnen und uns nicht bloß auf die traditionelle Evaluationsfrage „Verbessert der Einsatz der Netbooks den Unterricht?“ beschränkten. Statt dessen untersuchten wir die Eigenschaften des Netbooks und verglichen es mit anderen 1-to-1 Computing Unterrichtsmittel wie z.B. PCs, Notebooks und Smartphones.

Ethnografischer Ansatz

Als Ergebnis erhielten wir verschiedene Unterschiede, die alle zusammen in dieselbe Richtung verwiesen: Netbooks sind durch ihre geringeren Abmessungen, ihr geringeres Gewicht, ihre längere Batterie-Betriebsdauer, ihr rasches Hochstarten, ihre relativ hohe Leistungsfähigkeit sowie durch die bei unseren Projekt integrierte ständige Möglichkeit der Internetverbindung weitaus leichter und angenehmer mobil einzusetzen als z.B. Notebooks. Diese vielen kleine Unterschiede könnten – wie es etwa durch die noch kleineren Smartphones bereits der Fall ist – dazu führen, dass sie nicht bloß Unterrichtsmittel, das nur in der Klasse oder zu Hause verwendet werden kann, zu einem neuen Lifestyle-Gadget werden (Folie 8 und 9 des Vortrags „New learning and teaching models emerging from 1‑to‑1 computing„, PDF, 8.8 MB) .

Wenn die Analytiker es auf sich nehmen, im vorhinein und a priori den Maßstab festzulegen, in den alle Akteure hineingehören, dann wird ein Großteil der Arbeit der Akteure, die diese leisten, um Verbindungen herzustellen, ganz einfach aus dem Blickfeld verschwinden. (Bruno Latour: Eine neue Soziologie für eine neue Gesellschaft, S.380)

Wohlgemerkt: Das ist vorerst eine Vermutung, eine Fragestellung, die wir untersuchen möchten. Allerdings hat diese Sichtweise eine wichtige Konsequenz: Abgesehen davon, dass wir – entsprechend der Idee von ANT – uns nicht auf eine traditionelle experimentelle Vergleichsstudie (z.B. Netbook-Klasse mit einer „normalen“ Klasse) orientieren, sondern einen offenen ethnografischen Ansatz präferieren, müssen wir unsere Untersuchung über den unmittelbaren Unterricht in der Schule hinaus ausdehnen. Wir prägten zur Verdeutlichung dafür den Begriff des 360 Grad Lernens (Folie 16) und versuchten durch die Grafiken der unterschiedlichen Haltungen (Folien 17 und 18) deutlich zu machen, dass sich die Forschungsfrage und damit auch das Untersuchungsfeld weiter zu fassen ist, als es in der ursprünglich vorgesehenen Unterrichtsanalyse („Evaluation“) angelegt war.

Den Akteuren folgen – aber wie?

Wenn wir einen der wesentlichen Grundsätze von ANT anwenden wollen und den Akteuren in ihren Aktivitäten folgen, dann stellt sich sofort die Frage, wie wir das wohl tun könnten. Obwohl die meisten Fragestellungen für die wissenschaftliche Begleitung sich im Prinzip durch unsere Vorüberlegungen bereits ergaben (vgl. das Konzeptpapier Wissenschaftliche Begleitung zum Projekt ‚Netbooks im Unterricht‘PDF, 445 kB), war keineswegs klar, wie wir das Untersuchungsdesign zu gestalten haben. Neben (traditionellen) Unterrichtsbeobachtungen müssten wir eigentlich auch die SchülerInnen über die Nutzung des Netbooks zu Hause, in der Freizeit aber z.B. auch während des Schulwegs (Zug, Bus) befragen bzw. beobachten.

Abgesehen davon, dass eine solch umfassende begleitende Beobachtung mit dem geringen vorhandenen Projektetat nicht durchführbar ist, ergeben sich auch eine ganze Reihe methodologischer Probleme: Das fängt damit an, dass wir in die Privatsphäre (zu Hause, Familie, Freundeskreis etc.) eindringen müssten und endet damit, dass eine direkte Beobachtung das Nutzungsverhalten den Umgang mit den Netbooks auch stört bzw. beeinflusst.

Wie wir in diesem Buch schon oft gesehen haben, ermöglichen uns die Informationstechnologien, Assoziationen in einer Weise zu verfolgen, wie es bisher nicht möglich war. Nicht weil sie die alte „menschliche“ Gesellschaft umstürzen und uns in formale Cyborgs oder „posthumane“ Geister verwandeln, sondern genaus aus dem entgegengesetztem Grund: Sie machen sichtbar, was vorher nur virtuell präsent war. In früheren Zeiten war Kompetenz eine eher mysteriöse Angelegenheit, die schwer zurückzuverfolgen war; daher konnte man sie sozusagen nur en gros bestellen. Sobald Kompetenz jedoch in Bauds und Bytes entlang Modems und Routern gezählt werden kann, sobald sie Schicht für Schicht geschält werden kann, öffnet sie sich der Feldforschung. Jede einzelne Schicht hinterlässt eine Spur, die nun einen Ursprung hat, ein Etikett, ein Transportmittel, eine Zirkulationsbahn, macnhmal sogar ein Preisschild. (ebd. 358)

Dass was Ethnologen als Abhilfe dabei tun – nämlich selbstverständlicher Teil des Feldes zu werden, indem sie

  • entweder die Beobachtungszeiten so ausdehnen, sodass Gewohnheit eintritt und sie von den TeilnehmerInnen akzeptiert werden (wie es z.B. Shirley Strum in ihrer 15 jährigen Beobachtung von der immer gleichen Gruppe von Pavianen gemacht hat)
  • oder sich aber als teilnehmendes Gruppenmitglied ihre Distanz zu den Akteuren durch teilnehmende Beobachtung verringern

war für uns im Netbook Projekt nicht möglich. Sowohl Interviews mit retrospektiven Fragestellungen (Wann genau wurde das Netbook gestern benutzt?) oder aber die Bitte selbständig Aufzeichnungen zu führen hatten beide auch gewissen Nachteile  (wie z.B. die Gefahr von Erinnerungslücken bzw. Ungenauigkeiten, umständliche zusätzliche Arbeit). Die Installation einer protokollierenden automatisch und ständig arbeitenden Software konnte uns weder dabei helfen, wo (in welcher Situation) und warum (für welchen Zweck) das Netbook eingesetzt wurde – ganz abgesehen von den datenschutzrechtlichen Bedenken. Wir haben daher auch diese Lösung verworfen.

Ausgehend von eigenen Erfahrungen mit Twitter haben wir uns schließlich dazu entschieden Mikroblogging als Berichtssystem einzusetzen. Um den Datenschutzaspekten Rechnung zu tragen, wählten wir den Twitter-Klone floopo als Untersuchungswerkzeug aus. Floopo kann nicht nur als geschlossenes System auf unseren Universitätsserver installiert werden, sondern speichert – wiederum im Gegensatz zu Twitter – auch alle Aktvitäten in einer mySQL Datenbank ab. Damit können die SchülerInnen selbst steuern, ob und welchen Inhalt von Meldungen sie bekanntgeben möchten (vgl. Folie 33 und 34).

Abgesehen von den allgemein methodischen und technischen Überlegungen und ohne hier in das nicht ganz einfache operative Details des Untersuchungsdesigns einzugehen, ist die von uns gewählte Untersuchungsmethode bezüglich des ANT-Ansatzes in zweifacher Hinsicht interessant:

  1. Einerseits haben wir damit eine Möglichkeit gefunden den nicht-humanen  Akteur („Aktant“) Netbook „zum Reden zu bringen“ (vgl. dazu auch das Kapitel über die dritte Quelle der Unbestimmtheit, S.109-149).
  2. Andererseits haben wir die von Latour im nebenstehenden langen Zitat angesprochene Eigenschaft der Informationstechnologie Assoziationen zu folgen, sie sichtbar zu machen, uns nutzbar gemacht.

2. ANT: Das Netbook-Projekt als „Möglichmacher“ (enabler)

Ein anderer Aspekt des ANT-Ansatzes widerspiegelte sich in einer kritischen Entgegnung, die der Organisator Francesc Pedro  auf der New Millenium Learners-Konferenz äußerte. Man könne nicht sagen, so der Einwand, dass Technologie immer eine bestimmte Lerntheorie in sich implementiert hat (vgl. Folien 3 und vor allem Folie 4). Technologie selbst ist neutral, ein Werkzeug, das uns zu etwas befähigt, ein „Enabler“ bzw. „Möglichmacher“.

Dagegen gibt es drei unterschiedliche Einwände:

  1. Ich bestreite gar nicht, dass Netbooks (so wie andere Werkzeuge) als „Enabler“ wirken (können). Doch die entscheidende Frage ist, zu was genau uns die Technologie genau befähigt, also was sie begünstigt und was nicht. Genau darin drückt sich aus, dass Technologie nicht neutral ist. Bestimmte Tätigkeiten werden begünstigt, andere nicht.
  2. Ein anderes Argument kommt von den Science and Technologie Studies (STS): Kurz und grob zusammengefasst besteht eines der Ergebnisse dieser Studien darin, dass die Entstehung bzw. Entwicklung einer bestimmten Technologie kein Zufall ist, sondern durch vorgängige kulturelle Werte, gesellschaftliche Bedingungen und politische Machtverhältnisse bedingt ist.

Es gibt aber noch ein weiteres, drittes Argument – und hier kommt ANT ins Spiel –, das klarlegt, warum die abstrakte Bezeichnung „enabler“ problematisch ist. Es ist wichtig nicht bloß das Werkzeug alleine bzw. Mensch und Werkzeug getrennt zu sehen. Im Sinne der ANT ist es gerade die Verknüpfung von Werkzeug-Mensch, von menschlichen und nicht-menschlichen Aktanten, die hybriden Cyborgs wie Latour es auch nennt, die betrachtet werden müssen.

Cyborgs: Mensch/Maschine Kombinationen

Ein aktuelles politisches Beispiel das dieser falschen Trennungslogik aufsitzt ist die Debatte ob das Waffenrecht verschärft werden soll. Das Argument, dass gegen eine Einschränkung ist, lautet: „Guns don’t kill people, people do!“. Aber das umgekehrte Argument gilt genauso: „gun-less killers do not shoot people any more than killer-less guns do; but the fusion of human and non-human can lead to devasting results“. (Grint & Woolgar: The machine at work, 1992:156).

Im Übrigen untersuchen wir genau aus diesem Grunde die Nutzung der Netbooks (im Unterricht und anderswo). Es ist die noch offene „Assemblage“ von Netbooks und SchülerInnen/LehrerInnen, die es gilt zu erforschen. Hat sich erst einmal eine Technologie durchgesetzt und ist soweit zur Routine geworden, dass sie fast als untrennbarer Teil des Menschen (des menschlichen Körpers inklsuive seines Hirns) erscheint, also als bereits als „unbestreitbare Tatsache“ auftritt, dann lässt sich der bis zu diesem Stadium vor sich gegangene Prozess der Veränderung (Transformations- bzw. Übersetzungsprozess) den das symbiotische Zwiegespann Mensch-Technologie erfahren hat, kaum mehr erkennen.

Inskriptionen untersuchen!

Ähnlich wichtig wie der Grundsatz „Den Akteuren folgen!“ ist für die ANT-ForscherInnen eine zweite Regel: Inskriptionen suchen und untersuchen! Inskriptionen (oder Einschreibungen) sind alle Arten von Texten (wie z.B. Dokumente, Software) aber auch Handlungen, die in Objekte „eingeschrieben“ wurden. So ist z.B. der schwere Schlüsselanhänger des Hotels eine solche Handlungseinschreibung. Er „erinnert“ den Hotelgast durch seine großes Gewicht daran, dass der Schlüssel in der Hotelrezeption abzugeben ist. Er hat – übertragen gesprochen – die Handlung des Zurückgebens in seine Gestalt/Ausführung „eingeschrieben“ bekommen. Ein anderes Beispiel für eine Inskription wäre der automatische Türschließer, der eine Handlung des Türstehers ersetzt, indem er die Türe automatisch schließt.

Dabei ist zu beachten, dass sich sich sowohl unsere Handlung durch die Technologie  modifiziert (wie begegnen einer sich automatisch öffnenden Tür anders, z.B. weil wir wissen, dass sie schwerer zu öffnen ist und – falls wir nicht den Raum um die Tür verlassen – uns auch unangenehm in den Rücken stoßen kann), als auch die Technologie einer Bewährungsprobe bzw. Verhandlungsprozess zumindest implizit und indirekt ausgesetzt ist (z.B. Kann die automatische Türschließung mit der „normalen“ Tür preislich mithalten? Was ist wenn durch diese Tür auch häufig Kinder, Kranke, Behinderte usw. müssen, also alles Personen die nicht so kräftig sind?).

Aus diesem Grunde stellt die ANT die Untersuchung dieser sozio-technischen Mischgebilde in den Vordergrund und nicht etwa die getrennte Untersuchung der menschlichen wie nicht-menschlichen Akteure. Das mag jetzt trivial erscheinen, hat aber wesentliche Konsequenzen auf die Untersuchungsfragen. Statt einer vorgefassten Idee, wie denn die Netbooks in den Unterricht „richtig“ eingesetzt werden wollen, sind ANT-ForscherInnen dem Feld gegenüber offener und untersuchen, wie sie tatsächlich benutzt werden. Abgesehen davon, dass damit nicht selten völlig neue Nutzungsmuster entdeckt werden, die vorher von den Technologieproduzenten gar nicht angedacht worden sind, wird damit das Augenmerk auf diesen Prozess der „Übersetzung“ (Translation bzw. Veränderung) gelenkt. Das steht beispielsweise im krassen Gegensatz zur berühmten Innovationstheorie von Everett Rogers in Diffusion of Innovations, der von einer statischen Implementierung der Neuerung ausgeht (vgl. dazu auch meinen älteren Artikel zur Einführung von Notebooks, wo ich noch ziemlich genau der Roger’schen Theorie gefolgt bin).

3. Some Lesson Learned

Im Rahmen einer Lehrveranstaltung an der DUK habe ich am letzten Freitag, den 26. Februar 2010 zum ersten Mal die Actors-Network Theory (ANT) auch unterrichtet. Den dabei entstandenen (leider noch sehr text-lastigen) Foliensatz (PDF, 1,6 MB) halte ich als Zusammenfassung meiner Lesereise recht praktisch. Mir sind dabei zwei Dinge aufgefallen, die mir vorher nicht so klar waren:

  1. Der Grundsatz „Den Akteuren folgen!“ ist mit der ebenfalls sehr wichtigen Regel „Einschreibungen suchen und untersuchen!“ zu ergänzen. Diese zweite Regel wird in dieser deutlichen Formulierung von Latour nicht so verwendet und ich habe ihr daher in der Lesereise zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Auch im Foliensatz ist sie erst rudimentär beschrieben (Folie 28)
  2. Die hilfreichen Fragestellungen um die 5 Quellen der Unbestimmtheit zu erforschen (7,10,12,13,17,20 und 21) müssen alle auf der vorhergehenden Untersuchung der Kontroversen (Debatte um die relevante Forschungsfrage, wie sie von den Akteuren im Feld geführt wird) beantwortet werden. Andernfalls wird die Untersuchung der Gruppenprozesse durch die theoretische Aufstellung aller möglichen theoretisch motivierten Gruppen aus der Sicht der ForscherInnen eingeschränkt. Statt aus der Sicht der Akteure zu untersuchen, wer SprecherIn ist, was er/sie sagt, wer GegensprecherIn bzw. Antigruppe darstellt, wird eine abstraktes Gruppeneinteilung (z.B. Lieferanten, Kunden, Angestellte, Mangement etc,) vorgenommen. Die Folge davon ist eine ganz traditionelle Untersuchung von bereits sich verfestigter Gruppenbilder statt das Aufsuchen der Spuren wie sich Aktanten zu Kollektiven assoziieren. Ich habe daher eine neue Folie (Nr.3) nachträglich dem Foliensatz zugefügt.
  3. Ein dritter wichtiger Aspekt, den ich aus einer Dissertationsbetreuung gelernt habe, zielt auf die stark unterschiedliche Bedeutung des Netzwerkbegriffs im Alltag und in der ANT ab. ANT versteht unter „Netzwerk“ keine Common-Sense Netzwerke, wie wir sie aus der Alltagssprache kennen (Firmennetzwerk, Vertriebsnetzwerk, soziales Netzwerk, World Wide Web bzw. Internet, Stromnetzwerk, Schienennetzwerk etc.). Vielmehr geht es ANT um das Wirkungsnetzwerk von menschlichen und nicht-menschlichen Aktanten aufeinander, ihren Austauschbeziehungen aber auch ihren Kontroversen. Ein Beispiel für ein solches Netzwerk ist in Folie 33 dargestellt. Eine Hotelgast geht durch Drehtür, wendet sich an den Rezeptionisten und wird dabei über eine Videokamera überwacht. [Hotelgast -> Drehtür -> Rezeptionist -> Videokamera -> Überwachungspersonal] sind alles Elemente eines ANT-Netzwerkes, die zueinander in einer komplexen und vielschickten Beziehung stehen.
  4. Ein Nebeneffekt dieses – für mich so in aller Deutlichkeit neuen – Verständnisses von „Netzwerk“ zeigt sich unter anderem darin, dass die Soziale Netzwerkanalyse(SNA) trotz der Namensähnlichkeit absolut nichts mit ANT zu tun hat. Im Gegenteil, es gibt diametral unterschiedliche Sichtweisen:
    • Während die soziale Netzwerkanalyse bereits von einem bestehenden Netzwerk in der Untersuchung ausgeht, ist es für die ANT gerade wichtig, den Akteuren und Aktanten beim Knüpfen des Netzwerkes zu folgen.
    • Während die Soziale Netzwerkanalyse nur Menschen im Fokus der Untersuchung hat, geht die ANT von sozio-technischen Mischformen („Cyborgs“) aus. Nicht-menschliche Aktanten habe in der ANT diesselbe Berechtigung und Bedeutung wie menschliche Akteure. ANT ist in diesem Sinne eine symmetrische Betrachtungweise von Gesellschaft und Natur, bzw. Kollektiv und Kulturtechniken.
New learning and teaching models emerging from 1‑to‑1 computing New learning and teaching models emerging from 1‑to‑1 computing

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Folien: Actors-Network Theory Folien: Actors-Network Theory

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Netbooks im Unterricht - Start Netbooks im Unterricht – Start

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Dissertationsausschreibung: Netbooks und Schulentwicklung Dissertationsausschreibung: Netbooks und Schulentwicklung

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