Scribd und iPaper

Ein Dokumentenbetrachter für das Web

Heute bin ich Zuge meiner Recherchen für wissenschaftlich.arbeiten.buch auf Scribd und iPaper gestoßen: Scribd ist eine Web2.0-Plattform zum Sammeln, Archivieren und Austauschen von Dokumenten jeder Art. iPaper ist das ihr zu Grunde liegende zentrale Werkzeug: ein auf Adobe Flash basierender Dokumentenbetrachter, der praktisch alle Formate für das Web schnell, einfach und mit vielen angenehmen Funktionen zugänglich macht. Sowohl die Services auf der Plattform als auch iPaper sind kostenlos und frei zugänglich.

Eine erste Idee der Leistungsfähigkeit von iPaper gibt der folgende Video.

Plattformübergreifendes Austauschformat

Scribd bzw. iPaper unterstützen die folgenden Formate:

  • Adobe PDF (.pdf)
  • Adobe PostScript (.ps)
  • Microsoft Word (.doc)
  • Microsoft PowerPoint (.ppt, .pps)
  • Microsoft Excel (.xls)
  • OpenOffice Text Document (.odt, .sxw)
  • OpenOffice Presentation Document (.odp, .sxi)
  • OpenOffice Spreadsheet (.ods, .sxc)
  • All OpenDocument formats
  • Plain text (.txt)
  • Rich text format (.rtf)

Plattformübergreifendes Austauschformat

Scribd und iPaper verwenden also ein plattformübergreifendes Austauschformat. Sie brauchen sich weder darum kümmern, ob Sie die entsprechende Software (Adobe Reader, MS Word etc.) auf ihrem Rechner installiert, noch ob sie auch über die entsprechenden Schriften zur Darstellung verfügen.

Funktionen von iPaper

mit iPaper können Dokumente in drei Formaten dargestellt werden:

  • Liste: Bei dieser Ansicht kann im Dokumenten an Hand des Scrollbars navigiert werden, der auch die gerade aktuelle Seite anzeigt. Wird mit der Maus auf das Dokument geklickt entsteht eine Faust, die das Dokument nach oben und unten verschieben kann.
  • Buch: Hier werden zwei Seiten nebeneinander dargestellt und wie bei einem Buch mit einer netten Animation „umgeblättert“. (Das nachfolgende Beispiel ist im Buchformat, das allerdings erst beim ersten Umblättern (Seite 2/3) sichtbar wird.
  • Ziegel: Hier werden kleine Bilder der Seiten angezeigt. Durch einen Mausklick kann die entsprechende Seite direkt angesprungen werden.

Scribd Steuerleiste

Integration von iPaper

Es gibt mehrere Möglichkeiten iPaper in die entsprechende Website zu integrieren:

  1. Die einfachste Möglichkeiten ist es, wenn zuerst die Datei vorher auf Scribd hinauf geladen wird und dann das entsprechende JavaScript Code-Snippet (embed-Tag) in die betreffende Webseite eingebaut wird. Scrbd bietet hier zwei Versionen an: Eine die ihre Breite dem Browser anpasst und eine etwas komplexere Variante, wo Breite, Höhe und noch anderen Standardwerte eingestellt werden können.
  2. Soll jedoch nicht nur in Einzelfällen sondern häufiger mit iPaper gearbeitet werden, dann empfiehlt es sich einen Entwickleraccount anzulegen und QuickSwitchzu verwenden. Es werden dabei ganz automatisch alle Dateien meiner Website für iPaper in Scribd geladen, konvertiert und für die Präsentation auf meiner Website vorbereitet. Das geschieht alles im Hintergrund ohne User Interaction oder mühevolles Hinaufladen einzelner Dokumente. – So wird es zumindest beschrieben; ich bin gespannt ob das auch wirklich funktioniert: Heute habe ich die entsprechenden Einstellungen vorgenommen und nun gilt es zu warten…[Testweise habe ich mal die Version mit der Google-Werbung zwischen den Seiten verwendet -> siehe dieses Beispiel. Ich will mal sehen, wie das funktioniert, ob sich hier wirklich etwas verdienen lässt 😉 – Auch mit dem Einbau des LibraryThing Portlets – wo die Buchcover ja direkt zu Amazon verweisen, habe ich mir schon mal überlegt, ob ich mich da am Amazon Partnerprogramm beteiligen soll. Was ist Ihre Meinung bzw. Ihr Kommentar zu diesen Überlegungen?]
  3. Die professionelle Nutzung ist natürlich nur mit der direkten Programmierung der API Schnittstelle möglich – aber das ist außerhalb meiner programmtechnischen Reichweite und Kompetenzen. Gerade aber diese API war es, über die ich heute (bzw. gestern) überhaupt erst auf iPaper aufmerksam geworden bin: Beim Testen der neuen Open source Publishing Plattform Omeka, die u.a. vom Center for History and New Media (CHNM) – das ist jenes Institut, das auch Zotero entwickelt – bin ich auf eine Plug-In Erweiterung für iPaper gestoßen.

Das nachfolgende Beispiel einer druckreifen PDF-Vorlage, die als Beilage der bekannten österreichischen Computerzeitschrift CD-Austria erschienen ist, wurde händisch (Version 1) erstellt.

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