LEO Übersetzungsdienst integrieren

Eine Übung im Persönlichen Informationsmanagement (PIM)

Müssen Sie nicht auch ständig ein englisches Wort nachschlagen oder suchen eine Übersetzung für ein deutsches Wort? Meine bevorzugte Adresse dafür ist LEO (Link Everything Online). Natürlich weiß ich die Adresse von LEO schon längst auswendig. Wegen der häufigen Verwendung brauche ich in meinem Browser bloß den Wortanfang einzugeben, und schon wird mir die vollständige Adresse (http://dict.leo.org) vorgeschlagen. (siehe Bild LEO 1). Trotzdem ist mir das zu langsam: ich möchte gerne einfach das betreffende Wort direkt aus meinem Firefoxbrowser-Arbeitskontext suchen können.

Die nachfolgenden Beispiele beziehen sich auf (meinen) FireFox Browser. Mir ist bewusst, dass diese eine wesentliche Einschränkung darstellt; alle Vorschläge sollten – ähnlich wie das weiter unten beschriebene Bookmarklet – für alle Browser gleichermaßen gelten. Aber erstens bin ich von FireFox überzeugt und begeistert – und ich habe bereits viele Browser verwendet bzw. ausprobiert. Manche Dienste, die für meine tägliche Arbeit inzwischen unverzichtbar geworden sind (wie z.B. Zotero -> siehe dazu auch meinem Weblog-Eintrag) laufen eben nur mit der Erweiterungsschnittstelle als Add-On für FireFox. Zweitens geht es mir bei dieser Art von Beirägen hier vor allem praktische Hilfen – und da höre ich auf ein politischer Purist zu sein 😉

1. Vordefinierte Suchmaschine installieren

Auf der LEO-Website findet man das Angebot eine vordefinierte Suchmaschine in das Suchfeld rechts oben im Browserfenster zu installieren. Das ist sehr praktisch – und ich habe dementsprechend auch bereits eine ganze Reihe solcher vordefinierter Suchmaschinen integriert (siehe Bild LEO 2). Über „Suchmaschinen verwalten“ (ganz unten im Menü der installierten Suchmaschinen, das mit einen Klick auf das kleine Dreieck im Suchfenster aufgeklappt wird) lässt sich die Reihenfolge ändern, bzw. nicht benötigte Suchmaschinen auch wieder entfernen.

Mit einer Reihe von Tastaturbefehlen kann sowohl Suchtext als auch die Suchmaschine ausgewählt werden. Das ist sehr praktisch, weil durch diesen „Shortcut“ nicht die Tastatur verlassen und mit der Maus dieses Fenster angesteuert werden muss.

  • Befehlstaste K: Texteingabe im Suchfeld
  • Befehlstaste K gefolgt von Wahltaste + „Pfeil nach unten“ (bzw. „Pfeil nach oben“) kann im Menü die gewünschte Suchmaschinen  eingestellt werden.
  • Befehlstaste K gefolgt von Befehlstaste „Pfeil nach unten“ bzw. „Pfeil nach oben“: Die vordefinierte Suchmaschine wird geändert. Die Auswahl wandert um eines nach unten bzw. nach oben. Dazu muss man natürlich die (ungefähre) Reihenfolge der Suchmaschinen auswendig wissen.

2. Abfrage per Kontextmenü

Wenn Sie ein Wort markieren und dann mit der rechten Maustaste das Kontextmenü aufrufen, können Sie eine Abfrage über die voreingestellten Suchmaschine starten. Wirklich praktisch! (Bild Leo 3)

3. Suche über die Seitenleiste

Ein weitere Möglichkeit besteht darin, dass eine Abfrage über einer eigenen Suchmaske in der FireFox-Seitenleiste starten (Bild Leo 4). Der Vorteil dabei ist es, dass eine feiner granulierte Suche aller drei verfügbaren Sprachen möglich ist. Ein Nachteil aus meiner persönlichen Sicht ist es jedoch, dass zuerst die Seitenleiste aufgerufen werden muss und damit die verfügbare Fläche zur Darstellung der Ergebnisse kleiner wird. Ich ziehe daher die Methode 1 oder zwei vor.

4. Bookmarklet

Eine Methode, die für alle Betriebssysteme und Browser gilt, ist die Suchabfrage über ein Bookmarklet. Bookmarklet sind eine besondere Art von Lesezeichen für Internet Adressen (Bookmarks), die mit JavaScript Programmbefehle ergänzt wurden. Sie können daher automatische Aktionen – entsprechenden dem Kontext, für den Sie geschrieben wurden – ausführen. Das ist sehr praktisch und es sind hunderte kostenlose Boomarklets erhältlich. Allerdings muss das Lesezeichen ausgewählt  bzw. angeklickt werden und das ist wegen der vielen bereits gesammelten Bookmarks oft gar nicht so einfach einfach.

5. Widget (nur Mac)

Auf den Mac gibt es auch noch die Möglichkeit über ein eigenes LEO-Widget die Suche zu starten. Widgets sind kleine praktische Heflerleins, die in das Macintosh-Betriebssystem integriert sind. Es gibt bereits eine mehrere hundert Stück zur Auswahl und sie lassen sich sehr einfach installieren und sind auch relativ schnell erreichbar: Über Funktionstaste 12 kann auf den Widget-Modus umgeschaltet werden. Trotzdem: Der normale Arbeitsfluss muss unterbrochen werden um den Widget-Modus aufzurufen. Und dann muss auch noch mit der Maus das Eingabefeld des entsprechenden Widets gesucht werden – ich zumindest weiß dafür keinen Tastaturbefehl –, wodurch auch diese Methode mir etwas zu umständlich ist.

6. LION – ShareWare (nur Windows)

Für Window gibt es auch noch als  ShareWare das Programmpaket LION  ShareWare (Einzellizenz 10 € + MwSt). Damit können Sie in nahezu allen Windows-Anwendungen das zu übersetzende Wort markieren und per Mausklick die Resultate aus LEOs Wörterbüchern erhalten.

Zusammenfassung

Es wurden hier mehrere Möglichkeiten vorgestellt, wie der Übersetzungsdienst LEO in den normalen Arbeitsprozess am Rechner integriert werden kann. Wenn Sie gerade in einem bestimmten Arbeitsmodus sind (z.B. etwas schreiben. bzw. Webseiten lesen) und dabei öfters auf LEOs Übersetzungsdienste angewiesen sind, dann empfiehlt es sich meiner Meinung nach LEO als aktuelle Suchmaschine zu definieren und dann über das Kontextmenü die entsprechenden Abfragen zu stellen. Aber es gibt auch noch andere Möglichkeiten, die vielleicht Ihrem Arbeitstil besser entsprechen.

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