Plötzlich geht es: 34 Mio € für Unis

Der aktuelle Studentenprotest in Österreich hat klein und unbedeutend angefangen; wächst sich aber zu einer immer größeren Angelegenheit aus. Begonnen hat es mit der schon lange schwelenden Unzufriedenheit über die Studienbedingungen, doch werden die Forderungen nun immer radikaler und grundsätzlicher. Heute (30.10.2009) hat BM Hahn 34 Mio € aus seiner "Notfallsreserve" den unterfinanzierten Unis versprochen. Protest zahlt sich offensichtlich aus!

Der aktuelle Studentenprotest in Österreich hat klein und unbedeutend angefangen; wächst sich aber zu einer immer größeren Angelegenheit aus. Begonnen hat es mit der schon lange schwelenden Unzufriedenheit über die Studienbedingungen, doch werden die Forderungen nun immer radikaler und grundsätzlicher. Heute (30.10.2009) hat BM Hahn 34 Mio € aus seiner „Notfallsreserve“ den unterfinanzierten Unis versprochen. Protest zahlt sich offensichtlich aus!

Begonnen hat der Protest mit der schon lange schwelenden Unzufriedenheit über
die Studienbedingungen. Zuerst waren es sogar unsere deutschen Nachbarn, die als „Numerus Clausus-Flüchtlinge“ nach Österreich studieren kommen und für die hiesigen unzumutbaren Bedingungen den „Schwarzen Peter“ hätten bekommen sollen. (Siehe Chronologie des Uni-Konflikts auf derStandard.at).

Doch inzwischen sind die Forderungen immer radikaler
und grundsätzlicher geworden. Sowohl die jahrzehntelange Unterfinanzierung der
Universitäten, die Veränderung mit dem Universitätsgesetz 2002 aber
auch die Reglementierung durch BA-MA Studien wird inzwischen kritisiert
und öffentlich diskutiert.

1) Bildung statt Ausbildung
2) Freier Hochschulzugang
3) Demokratisierung der Universitäten
4) Ausfinanzierung der Universitäten
5) Das Behindertengleichstellungsgesetz muss an allen österreichischen
Universitäten umgesetzt werden, um ein barrierefreies Studieren zu
ermöglichen.
6) Beendigung der prekären Dienstverhältnisse an den Universitäten
7) 50% Frauenquote in allen Bereichen des universitären Personals

Siehe auch die detaillierte Forderungen auf der Protest-Website UnsereUni – vormals: unibrennt.at.

Ein kleine Gruppe von „irgendwelchen
Studierenden“ (so BM Hahn in seiner ersten Ablehnung mit den Audi-Max
BesetzerInnen zu verhandeln) hat einen Stein ins Rollen gebracht, der
inzwischen zu Solidaritätsadressen aus vielen gesellschaftlichen
Bereichen geführt hat. (Siehe die Berichte z.B. in derStandard.at (30.10.2009 – das müsste ein Permalink, Stand 14:32 sein, sowie auch einen Video von der Großdemonstration am 28.10.2009 in Wien.)

Siehe auch meine Versuche in meinem Weblog mich dieser komplexen Problematik schrittweise und langfristig anzunähern.

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