Gedanken zu „Gedankensplitter“

Die Statistiken zu meinem Weblog haben mich positiv überrascht: Weit über 100.000 Seitenaufrufe, rund 11.000 "unique visitors" bei 27.000-30.000 Besuchen pro Monat. Ein Dankeschön an Sie/an Euch da draußen, die meine Website lesen! Das motiviert!

Die Statistiken zu meinem Weblog haben mich positiv überrascht: Weit über 100.000 Seitenaufrufe, rund 11.000 „unique visitors“ bei 27.000-30.000 Besuchen pro Monat. Ein Dankeschön an Sie/an Euch da draußen, die meine Website lesen! Das motiviert!

Mit Ausnahme der Sommermonate Juli und August verzeichnete meine Website im letzten Jahr pro Monat 27.000-30.000 Besuche von 10.000-12.000 „unique visitors“ bei weit über 100.000 Seitenaufrufe (siehe auch die beiliegende Grafik). Diese Zahlen haben mich selbst überrascht! Auf jeden Fall sind es keine Robots, die werden von meinem Statistikprogramm AWStats nämlich extra ausgewiesen.

Überraschend für mich war es für mich anfangs auch besonders, dass die doch für ein sehr spezielles Publikum geschriebenen Beiträge aus der Aktion Gemeinsam Latour lesen extrem stark nachgefragt werden. Es gab in jeweils 14 Tagen etwa 2000-3000 Zugriffe auf diese langen und wahrscheinlich gar nicht leicht zu verstehenden Beiträge. Alle Zugriffe waren zudem direkte Zugriffe (also keine Links von außen oder Suchmaschinen).

Überraschend und verwirrend – aber wahrscheinlich auch falsch gerechnet! Ich glaube nämlich inzwischen, dass der oberste Artikel im Weblog die Hits aller allgemeinen Seitenaufrufe für das Weblog zugerechnet bekommt. Das heißt, dass der Aufruf des Weblogseite mit http://www.peter-baumgartner.at/weblog immer auf jenen Artikel gerechnet wird, der (zufälligerweise) ganz oben steht. Ist dies lange der Fall, weil kein neuer Beitrag sich oben „darüber legt“, so bekommt dieser Beitrag sehr viele Hits, auch wenn er gar nicht geöffnet und gelesen wird.

Diese (irrtümlich gerechneten) hohe Zugriffszahlen auf die Latour-Beiträge habe mich so verwirrt, dass ich dazu eine Umfrage gestartet habe. Der Einsatz dieses Umfrage-Portlets am rechten Rand oben, hat mich dann ganz auf den Boden der Realität zurück geholt. Obwohl ich nachweislich viele NutzerInnen pro Monat habe, macht kaum jemand bei der Umfrage mit.

Ein kleiner nachdenklicher Exkurs

Trotzdem bringen die hohen Zugriffszahlen mich natürlich zum Nachdenken: Ein gut gehendes wissenschaftliches Buch hat – bereits unter der Annahme, dass es mehrere Leute lesen, Bibliotheken mit gerechnet – vielleicht ein-zwei tausend Leute lesen. Ich frage mich, ob es sich überhaupt noch auszahlt Bücher zu schreiben… Just kidding!

Bei Artikel für wissenschaftliche Journale sieht es auf den ersten Blick wegen der geringeren Verbreitung dieser Textsorte noch frappierender aus. Ich vermute, dass ein Teil der Attraktivität meiner Website unter anderem gerade auch darin, dass diese Artikel als Vorabdrucke (preprints) von meiner Website kostenlos runter geladen werden können. Und natürlich gilt das generelle Argument:

Wir verstehen uns eher als WissenschaftlerInnen und nicht als AutorInnen. Wir veröffentlichen unsere Gedanken, weil wir die Entwicklung der Wissenschaften weiter bringen wollen und nicht, weil wir von möglichst vielen Leuten gelesen werden wollen. Aber schaden würde das Zweitere wohl auch nicht, oder?

[Die Gegenüberstellung Wissenschaftler-Autor hat Hans Ulrich Gumbrecht am 1. Oktober 2009 in einem Beitrag zur Sloterdijk-Honneth Debatte getroffen:

Honneth will ein Wissenschafter sein; Sloderdijk ein Autor; Philosophen vom Stil Honneth ewrden vom Bundeskanzleramt in den Ethikrat berufen; während man Philosophen vom Schlage Sloterdijk die Moderation von Fernsehprogrammen anbietet.]

Ich glaube natürlich nicht, dass das Weblog ein Ersatz für das Verfassen und Einreichen wissenschaftlichen Beiträge ist. Allerdings ist es bei der Popularisierung dieser Inhalte durchaus hilfreich.

Änderungen im letzten Jahr

Die Entwicklung meiner Website „Gedankensplitter“ ist kein auf lange Sicht geplanter Prozess sondern ergibt sich von ad hoc, von Fall zu Fall. Immer wenn ich selbst etwas brauche, versuche ich es einzubauen. In diesem Sinne bin ich wohl nicht nur der eifrigste Nutzer meiner Website, sondern auch derjenige, der von den Änderungen am meisten profitiert. <grin>

Im letzten Jahr sind hinzugekommen (ohne Reihung und Anspruch auf Vollständigkeit):

  • Der Ausbau des schon Ende 2006 eingeführten Ordners Goodies: Dazu gekommen sind die Sammlung der Beiträge zum wissenschaftlichen Arbeiten, die Linklisten sowie die ANT-Materialien
  • Die Sammlung meiner Artikel für den Download wurde auf ein Plone-eigenes Datenbanksystem umgestellt und die Bereiche „Bücher“ und „Artikel“ wurden unter Schriften zusammengefasst.
  • Der Bereich Dissertationen wurde neu eingerichtet und wird hoffentlich noch dieses Jahr auf den aktuellen Stand gebracht werden.
  • Neu sind auch die Portlets zu meinen Aktvitäten auf LibraryThing und des kürzlich begonnenen Selbstversuchs mit Twitter.
  • Eine inhaltliche Neuerung stellt das Experiment Gemeinsam Latour lesen dar. Das kostet mir zwar sehr viel Zeit, bringt mir aber auch sehr viel Kraft: Wie bei einer wöchentlichen face-to-face Vorlesung mit Skripten und Referat bedeutet diese detaillierte Vorbereitung zwar viel Arbeit, bringt mich aber inhaltlich sehr viel weiter – und macht zudem auch noch Spass.

Diese Aufstellung zeigt, dass – so ganz nebenbei – hier eigentlich recht viel passiert ist.

Ende 2009: Umstellung auf Plone 3

Mitte Dezember werde ich beginnen endlich von der uralten Plone-Version
2.1.2 auf die Version 3.3.1 umzusteigen. Dann werden auch viele neuen
Web 2.0-Feature in Plone wie z.B. Tag Clouds, Kategorien im Weblog,
Blogroll etc. besser als jetzt nutzbar. Die größte Änderung wird wohl
das Weblog selbst betreffen, wo ich von CoreBlog2 auf das nun bessere und weiter entwickelte Quills umsteigen werde.

Allerdings gebe ich zu: Ich fürchte mich schon vor dieser
Umstellung! Das bestehende Systeme bin ich nun bereits gewohnt und muss
mich beim Schreiben der Beiträge nicht mit Neuigkeiten und
Unsicherheiten herum plagen. Zudem haben sich im Laufe der Zeit viele
kleine Anpassungen ergeben bzw. wurden etliche externe Modulen
intergriert, so dass ich Inkompatbilitäten und Stress befürchte.

Deshalb habe ich auch die für mich relativ ruhige Vorweihnachtszeit
für die Umstellung gewählt: Während die anderen ihre stressigen
Weihnachtseinkäufe erledigen, werden die mit der Umstellung sicherlich
auftretenden Probleme hoffentlich nicht so ins Gewicht fallen.

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