Open Access Journal iTeL gegründet

iTeL-Gründung: von links nach rechts, 1. Reihe: Claudia Bremer, Gabi Reinmann, Andrea Back, Anne Thillosen. 2. Reihe: Beat Döbli Honegger. Martin Ebner, Olaf Zawacki-Richter, Theo Bastiaens, Peter Baumgartner, Burkhard Lehmann

iTeL-Gründung: von links nach rechts, 1. Reihe: Claudia Bremer, Gabi Reinmann, Andrea Back, Anne Thillosen. 2. Reihe: Beat Döbeli Honegger. Martin Ebner, Olaf Zawacki-Richter, Theo Bastiaens, Peter Baumgartner, Burkhard Lehmann (Isa Jahnke war über Skype zugeschaltet)

Geschafft!! Gestern (18. April 2013) haben wir an der Uni Frankfurt endlich die formalen Voraussetzungen für die Gründung der (Nachfolge-)Zeitschrift für E-Learning, die als Open Access Journal erscheinen wird, beschlossen. In einem äußerst angenehmen Klima haben wir nicht nur die Statuten für einen gemeinnützigen Trägerverein verabschiedet, sondern uns auch grundsätzlich zur inhaltliche Ausrichtung, Erscheinungsweise und Finanzierungsmodell geeinigt.

Die Zeitschrift wird iTeL (interdisziplinäres Journal für Technologie und Lernen) heißen und wir planen die erste Nummer bereits Sommer/Herbst 2014 erscheinen zu lassen.

Anstehende Aufgaben

Das ist ein sehr engagierter Zeitplan weil es noch eine Menge von vorbereitenden Dinge vorher zu erledigen gibt:

  • Wir müssen die Startwebseite in Open Journal Software (OJS) einrichten. Das System ist bereits von Martin Ebner an der TU-Graz eingerichtet worden und auch die Domäne haben wir schon gekauft. Aber es muss nicht nur noch ein entsprechendes Design entwickelt werden, sondern es fehlt auch noch die inhaltliche Ausrichtung der ersten Nummer und der dazugehörige Call for Paper (CfP).
  • Wichtig für unsere Entscheidung iTeL selbst zu hosten ist der Wunsch innovative Experimente mit dem Prozess des Peer Review zu machen. Da hat Gabi Reinmann ein umfassendes Konzept vorgelegt, das noch in seinen inhaltlichen Konsequenzen und Details durchdacht und dann in OJS auch technisch umgesetzt werden muss. Unsere zukünftigen AutorInnen müssen natürlich bereits beim ersten Call wissen, worauf sie sich einlassen, wenn sie einen Beitrag bei iTeL einreichen.
  • Für einen hochwertigen Auftritt ist es auch wichtig, dass wir eine professionelle Organisation auf die Beine stellen. Obwohl wir natürlich vorhaben, dass wir seitens der wissenschaftlichen Community – und vor allem was uns selbst betrifft – alle Arbeiten ehrenamtlich erledigen (Call for Paper, Bestellung der GutachterInnen, Veröffentlichung und Archivierung etc.) so müssen wir trotzdem auch externe Verbindlichkeiten eingehen bzw. abdecken  wie z.B. Hosting/Technik, Organisations- und Reisekosten vor allem aber auch ein professionelles Lektorat, das wir aus Qualitätsgründen für sehr wichtig halten.

Es gilt weiterhin unser bereits mehrmals gepostetes Argument: Freier Zugang heißt nicht kostenlos bzw. Open ist nicht gleich umsonst (Gabi Reinmann)! Wir rechnen mit mindestens 30.000 EUR Kosten, die wir jährlich abdecken und daher einbringen müssen.

Erste Ideen für ein Sponsoring-Konzept

iTeL-Gruendung-SitzungWir arbeiten deshalb an einem Sponsoring-Konzept das im derzeitigen Stand der Diskussion drei Ebenen beinhaltet:

  1. Einzelpersonen: Wir rufen alle Menschen, die  an einer deutschsprachigen Zeitschrift für Technologie und Lernen interessiert sind, uns zu unterstützen. Wir denken an Beträge von 200 bis 500 EUR jährlich und würden die betreffenden Personen – so das gewünscht wird – namentlich auf der iTeL-Website erwähnen. Natürlich nehmen wir gerne auch kleinere Beträge entgegen, die ist jedoch dann mit keiner Eintragung verbunden.
  2. Organisationen: Der Bereich auf den wir unsere wesentlichen Finanzierungshoffnungen stützen sind Organisationen wie Institute, Hochschulen, Bibliotheken, wissenschaftliche Vereine etc, die – so stellen wir uns vor – uns mit einem jährlichen Betrag von 2.000 EUR unterstützen sollen und mit Logo als Hauptsponsor auf die Startseite von iTeL kommen.
  3. Firmen: In Diskussion war auch, ob wir für Firmen auch ein Sponsoring zulassen wollen. Auf jeden Fall muss gesichert sein, dass es keine Verbindung zwischen Inhalten und Firmeninteressen gibt. Eine Variante, die wir uns vorstellen können, wäre: Die Firma sponsert uns und erhält die Zusage für eine Bannerwerbung am Anfang eines PDF-Artikels. Der Artikel wird jedoch von uns, d.h. der wissenschaftlichen Redaktion, bestimmt und nicht von der Firma, d.h. es gibt keinen Zusammenhang zwischen Inhalt und Firma, sondern nur über inhaltliche Ausrichtung der Zeitschrift und Zielgruppe der LeserInnen (=Download-Zahlen). – Je nach Höhe des Sponsoring können auch  Banner auf mehrere Artikel erscheinen. – Über Details wie die Höhe des Betrags, Größe des Banners etc. haben wir bisher noch nicht nachgedacht. Any ideas?

Unterstützt uns!

Zum Abschluss noch eine direkte Bitte: Unterstützt die Herausgabe einer OA-Zeitschrift für Technologie und Lernen!!! Es gibt verschiedene Möglichkeiten:

  • Macht unsere Initiative in Euren Kreisen bekannt.
  • Beteiligt Euch entsprechend Euren Kompetenzen, sei es als Diskutierende im geplanten transparenten, relativ offenen Peer-Review-Prozess, AutorInnnen, oder ReviewerInnen.
  • Helft uns bei der Aufstellung der Finanzierung indem Ihr  selbst spendet und/oder Leute/Organisationen in Euren Bereich anspricht. Wir werden diesbezüglich noch entsprechende Unterlagen („Sponsor-Packages“) im Juni zum Download bereitstellen. Aber vielleicht sind erste informelle Anfragen jetzt schon sinnvoll?

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4 Kommentare zu Open Access Journal iTeL gegründet

    • Doch ist schon bekannt. 🙂 Wir hatten bereits 2011 die deutsche Fördermöglichkeit und 2012 eine österreichische geprüft, sind aber zu dem Schluss gekommen, dass wir erstens möglichst keine fremdgesetzten Bedingungen haben wollen (weil das ein wesentlicher Grund war, der gegen Verlage sprach) und dass wir zweitens ohnehin damit nur das Finanzierungsproblem um ein paar Jahre verschoben hätten.

      Gabi

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  2. Pingback: Gründung des Interdisziplinären Journals für Technologie und Lernen (iTeL) » Learning Waves

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