Baustelle: Neue und alte Homepage

wwwWartungsarbeitenLetzte Woche wurden meine gesammelten Beiträge aus Plone in WordPress übertragen. Dies ist der erste Beitrag, den ich in der Übergangszeit – bis die das neue Weblog öffentlich zugänglich ist – daher auf beiden Webseiten publiziere. Leider hat sich der Transfer als weit schwieriger herausgestellt, als ich ursprünglich gefürchtet habe und ich werde noch einige Wochen an dieser Baustelle zu arbeiten haben…

Das Hauptproblem besteht darin, dass alle Dokumente für den Download beim Transfer – wegen einer speziellen Dateiverwaltung in der Plone-Datenbank (Zope) – nicht automatisch mit übertragen werden können. Ich muss also jede Datei einzeln herunter laden und in WordPress dann wieder neu hinauf laden. Das betrifft sowohl PDF-Dateien als auch alle Bilder.

Ein weitere Schwierigkeit sind URLs und zwar in zweifacher Hinsicht:

  1. Link-Verweise auf meine eigenen Seiten müssen ebenfalls neue gesetzt werden müssen. Die interne Plone-Codierung kann nicht für WordPress übernommen.
  2. Zwar ist es mit Media File Manager – einem speziellen Plugin in WordPress – möglich, dieselben URLs wie in Plone zu erzeugen, aber das ist mir letztlich nicht (mehr) sinnvoll erschienen: Meine interne Dateiorganisation in Plone ist leider nicht besonders systematisch und z.T. auch viel zu tief geschachtelt. Das Nachbauen der URLs verursacht daher eine riesige Menge an Mehrarbeit und ist einem neuen Arrangement in WordPress abträglich.

[Anmerkung: Das bringt mich auf die Idee, dass es längerfristig wichtig wäre, die (leider immer wieder) wechselnden URLs über Software-Werkzeuge wie z.B. Linkverkürzer anzupassen. Ich verwende Snipurl bzw. als Archiv-Referenz Webcitation. Ganz unproblematisch ist allerdings die Nutzung dieser Services auch wiederum nicht: Abgesehen vom Leistungsverhalten dieser Dienste (wie Geschwindigkeit der URL-Auflösung und Verfügbarkeit des Servers) gibt es auch Gefahren aus sicherheitsbezogener Sicht.]

Solch eine neue Organisation der Inhalte des Weblogs ist aber sowieso unvermeidlich: Einerseits um die erweiterten Möglichkeiten von WordPress zu nutzen und andererseits um einen besseren, vor allem systematischeren, inhaltlichen Zugang zu ermöglichen. So gehört mein System der Kategorien überarbeitet und mit entsprechenden Schlagwörtern ergänzt. Ganz abgesehen davon, dass ich auch die interne Organisation meiner Webseite überarbeiten muss, weil bestimmte Eigenschaften von Plone („intelligente“ Ordner, spezielle Contenttypen) in WordPress nicht standardmäßig vorhanden sind.

Längerfristiges Provisorium

Fazit ist daher, dass ein voll funktionsfähiger Umstieg nicht sofort möglich ist. Ich muss leider jeden einzelnen Beitrag, der von Plone transferiert wurde, im Detail durchsehen und für WordPress anpassen. Das sind insgesamt 420 Postings, 168 von meinem Weblog-Modul CoreBlog2 und 262 von der Nachrichtenseite.

Bei manchen Beiträgen geht das relativ schnell (3-5 Minuten), nämlich dann, wenn keine internen Links gesetzt wurden und keine Dateien zum Herunterladen angeboten werden. Allerdings weiß ich das vorher nicht und muss den Beitrag genau durchlesen, weil ja auch die Kategorien und Schlagwörter zu überarbeiten bzw. zu ergänzen sind. Bei vielen Beiträgen mit internen Links und verlinkten Dateien dauert das jedoch derzeit mindestens 15-20 Minuten, weil die Dateien auch mit Schlagwörtern versehen werden müssen. Vielleicht wird es mit steigender Übung und Erfahrung besser. Trotzdem ist es sicherlich keine Übertreibung wenn ich im Durchschnitt mit 10 Minuten pro Beitrag rechnen muss, d.h. etwa 70 Stunden (!) einkalkulieren muss.

Das wirft natürlich die Frage auf, ob sich dieser enorme Aufwand überhaupt auszahlt. Warum nicht eine neue Webseite beginnen und die alte Plone-Seite als Archiv weiter bestehen lassen? Ich habe ja neben peter-baumgartner.at auch noch peter-baumgartner.at als Domäne zur Verfügung.

Ich habe mich gegen diese radikale „Lösung“ entschiede. Einerseits weil es viele wichtige Inhalte gibt, die ich gerne auf einer einzigen URL versammelt haben möchte, andererseits weil die Verwirrung von zufälligen BesucherInnen, die über Suchmaschinen kommen, mir vorprogrammiert erscheint. Ganz abgesehen davon, dass ich den neuen Webauftritt in seiner Nützlichkeit erst wieder mühsam aufbauen und meine guten Webseiten-Rankings für einige länger Zeit verlieren würde.

Ich werde daher einen Umstieg bereits dann vornehmen, wenn die wesentlichen Inhalte auf WordPress transferiert. (Es fehlen noch die Publikationen und Dissertationen sowie eine Durchsicht von weiterhin brauchbaren Material unter „Goodies“.) Auch wenn die einzelnen Beiträge noch nicht im Detail auf das WordPress-System umgestellt sind und die Links noch nicht funktionieren. Ein entsprechender Hinweis auf der „Seite nicht gefunden“-Meldung soll den nicht gefundenen Link erklären, sodass BesucherInnen die URL für die Archiv-Seite händisch eingeben.

Es sieht also ganz nach einem längeren Doppellauf beider Systeme (Plone und WordPress) aus. Ich gehe davon aus, dass ich wahrscheinlich 3-6 Monate brauche, bis die Archiv-Webseite dann abgeschaltet werden kann und die wichtigsten Infos dann über das neue WordPress-Weblog erreichbar sein werden.

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