Didaktische Profile von E-Learning Szenarien

Am Montag, den 5.11.07 hielt ich im Rahmen des Wissenschafterinnenkolleg Internettechnologien (WIT) der Fakultät für Informatik der TU Wien einen Vortrag mit dem Thema: "Brauchen die neuen Medien eine neue Didaktik?". Bei diesem Vortrag stellte ich zum ersten Mal die von mir herausgearbeiteten 12 didaktischen Dimensionen zur öffentlichen Diskussion.

Am Montag, den 5.11.07 hielt ich im Rahmen des Wissenschafterinnenkolleg Internettechnologien (WIT) der Fakultät für Informatik der TU Wien einen Vortrag mit dem Thema: „Brauchen die neuen Medien eine neue Didaktik?“. Bei diesem Vortrag stellte ich zum ersten Mal die von mir herausgearbeiteten 12 didaktischen Dimensionen zur öffentlichen Diskussion.

Obwohl mein Beitrag eine tour de force zu den verschiedenen Gestaltungsebenen von E-Learning war, konzentrierte ich mich doch erstmals auf die Ausarbeitung von didaktischen Dimensionen und ihrer Bedeutung bei der Erstellung von sogenannten didaktischen Profilen von E-Learning Szenarien. Detailiertes Material (Fotos, Folien und Audiofile des Vortrags) findet sich auf der Website des Wissenschafterinnenkolleg Internettechnologien (WIT). Nachfolgend einige Überlegungen, die ich im Nachklang zum Feedback in der Diskussion mir gemacht habe:

  1. Aus dem didaktischen Kategorialmodell, das ich in Anlehnung der Vorarbeiten von Karl-Heinz Flechsigs für sein Kleines Handbuch didaktischer Modelle weiterentwickelt habe, ergeben sich 15 grundsätzliche didaktische Beziehungen. Der Zusammenhang zwischen diesem Kategorialmodell, seinen 15 didaktischen Beziehungen und den von mir aus der Literatur abstrahierten (bloß?) 12 didaktischen Dimensionen ist noch nicht klar herausgearbeitet.
  2. Dementsprechend war es auch nicht verwunderlich, dass mehrere Vorschläge für weitere didaktisch relevante Dimensionen gekommen sind: Eine davon war Emotion, die anderen beiden beziehen sich auf meine Kompetenzdimension, wo ich mich bloß auf die höchste abgeschlossene Schulbildung (also fachliche Seite) beschränkt habe und sowohl Sozial- als auch Methodenkompetenzen nicht berücksichtigt habe.
  3. Die einzelnen didaktischen Dimensionen gehören besser noch besser motiviert und begründet. Vor allem müsste – ähnlich wie dies Nicolai Hartmann im Aufbau der realen Welt – Grundriß der allgemeinen Kategorienlehre tut – deutlich gemacht werden, dass (a) diese Dimensionen nicht beliebig gewählt wurden und dass sie (b) einen Anspruch nach Vollständigkeit haben. – Ich habe derzeit kein Kriterium, wann es eine eigene didaktische Kategorie ist und wann nicht. Die Zusammenstellung mag zwar plausibel erscheinen, ist aber nicht theoretisch begründet.
  4. Ein ganz wichtiges Missverständnis hat sich bei der Erstellung von didaktischen Profilen ergeben. ergeben. Die Rangplätze meiner Ordinalskalen scheinen meist mit schlecht (Beginn, linker Skalenteil) zu gut (Ende, rechter Skalenteil) intuitiv verbunden zu werden. Damit ergeben sich aber absurde Schlussfolgerungen, z.B. dass eine Skype-Organisationsbesprechung in fast allen Punkten „ideal“ anmutet, auf jeden Fall ein weit „besseres“ Profil als eine Vorlesung aufweist (vgl. Folien 42-44). Hier muss ich dringend nacharbeiten – das ist ein völlig ungewollter Bewertungs(effekt).

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