Schachfiguren -Aufgabe: Ideen für didaktisches Design mit H5P entwickeln

Sie finden hier eine

Vorbemerkung

Sie finden hier eine H5P Aufgabe zu Schachfiguren, aber (vorerst) ohne Lösung. Es ist ein kleines Beispiel eines längeren Artikels zu einem Schachkurs, das ich vorgezogen haben und als „Community-Quiz“ formuliert habe.

Das ist gleichzeitig auch der erste Artikel meiner neuen Reihe „Didaktisches Design mit H5P“. Zum Unterschied meiner Serie Selbstbestimmten Lernen mit H5P geht es hier nicht um die allgemeine Beschreibung und didaktischen Settings einzelner H5P-Module. In dieser Folge sollen vielmehr entweder – wie hier – eine didaktische Interaktion für eine reale kleine Textpassage oder aber ein didaktisches Szenario für ein ganzes Kapitel bzw. Lektion entwickelt werden.

Als Grundlage für diese Artikelserie dient mein Buch Taxonomie von Unterrichtsmethoden – Plädoyer für didaktische Vielfalt. Natürlich, wie sollte es auch anders sein. 😃 Aber keine Sorge! Es wird eine rein pragmatische Artikelserie, wo ich mit der Methode des Lauten Denkens meine Gedankengänge offenlege. Ich möchte damit jeden einzelnen Gedankenschritt nachvollziehbar dokumentieren.

Meine Hoffnung dabei ist, dass die Offenlegung meiner Überlegungen auch für andere Didaktik-Interessierte informativ und aufschlussreich ist. Der Nachteil dieser Methode ist jedoch, dass sie auch meine vielen Um- und Irrwege darstellt. Die Folge ist, dass mein erstes Beispiel (Lektion 1 eines Schachkurses) – an dem ich nunmehr seit Tagen arbeite – zu einem urlangen Text ausartet. Ich brauche nochmals einige Tage bis dieses erste große Beispiel fertig ist. Und dann muss ich mir auch noch überlegen, wie ich diesen langen Artikel übersichtlicher / lesbarer gestalten kann.

Ich dachte mir daher, dass es durchaus sinnvoll, vielleicht sogar anregend und unterhaltsam sein könnte, wenn ich ein kleines Beispiel dieser ersten Lektion herausziehe und zur allgemeinen Diskussion stelle bevor ich meine eigenen Überlegungen veröffentliche.

Schachfiguren lernen: Beschreibung der Aufgabenstellung

In einem Schachkurs (Pelts & Alburt, 1992)1 wird in der ersten Lektion (Lesson One) die Namen und Symbole von Schachfiguren erklärt. Dabei wird folgende Tabelle verwendet:

Schach Aufgabe
Abb. 1: Erklärung von Namen und Symbole der Schachfiguren aus (Pelts & Alburt, 1992, p.1)

Wie kann dieser systematischer Überblick in interaktive Übungen mit H5P Inhaltstypen gelehrt/gelernt werden?

Es gibt natürlich viele Lösungen, die einerseits alle ihre Vor- und Nachteile haben und sich aber anderseits auch durchaus ergänzen können. Aus meiner Sicht ist es sogar durchaus wünschenswert dasselbe Problem mit mehreren Varianten dazustellen bzw. zu üben. Sogenannte multiple Repräsentationen – wie diese Vorgangsweise lautet – sind eine bewährte didaktische Strategie.

Welchen H5P-Inhaltstyp würden Sie (warum?) für die obige Aufgabe verwenden? Und welcher Inhaltstyp ginge zwar auch, ist aber (aus welchem Grund?) für die obige Fragestellung nicht so gut geeignet.

Als Anregung für meine eigenen Lösungsvarianten habe ich die H5P.org-Seite aufgeschlagen und bin die verschiedenen Inhaltstypen gedanklich einzeln durchgegangen. Ich arbeite aber immer noch daran und habe bisher – zumindest nach meinem Gefühl – noch keine optimale Lösung gefunden.

Bevor ich meine Überlegungen zur Diskussion stelle, versuchen Sie doch selbst eine passende Antwort zu finden!

Das ist eine Aufforderung für einen Kommentar auf dieser Seite 😃

Über einen entsprechenden Kommentar auf dieser Seite würde ich mich sehr freuen! Auch Überlegungen warum ein bestimmter H5P Inhaltstyp nicht ideal ist, sind dabei wichtig. Aus zeitlichen Gründe genügt natürlich die didaktische Beschreibung Ihrer gestalterischen Idee – obwohl natürlich der Link zu einem Prototyp noch viel schöner wäre! Der Hund liegt ja meistens im Detail begraben.

Ich formuliere inzwischen weiter an meinem langen Artikel und werde meine Überlegungen mit H5P-Prototypen in den nächsten Tagen posten und mit dieser Seite verlinken.

Links zu Bildern von Schachfiguren

Als Arbeitserleichterung für die obige Aufgabe habe ich Ihnen noch einige Fundstellen für Bilder von Schachfiguren zusammengestellt.

  • auf Wikipedia (engl.): Eine übersichtliche Zusammenstellung für schwarze und weiße Schachfiguren, sowohl rotiert als auch mit transparenten und hell- und dunkelbraunen Hintergrund als CC BY-SA 3.0,
  • auf Wikipedia (dtsch.): Weiße Schachfiguren mit transparentem Hintergrund als Public Domain (Gemeinfrei) durch Klick auf eines der rechts angezeigten Bilder und danach blättern.
  • auf Wikimedia mit verschiedenen gestalterischen Varianten als CC0.
  • als Emojs (Unicode) hier und hier
  • Als weitere Anregung: Es gibt auch fertige H5P Drag and Drop Schachzuordnungsübungen von Oliver Tacke und Avi Megiddo, woraus sie ebenfalls Bilder für Schachfiguren entnehmen können.

Meistens sind die Schachfiguren auf Wikipedia in SVG-Format. Weil in H5P das SVG-Format nicht funktioniert, müssen Sie die Bilder in PNG-Format herunter laden oder konvertieren.

Ich freue mich auf Ihre Ideen/Kommentare!

Fußnoten

  1. Pelts, R., & Alburt, L. (1992). Comprehensive chess Course Volume I & II: From beginner to advanced player in 24 lessons (3rd Rev and Enlarged Edition). Chess Information & Research Center.

Von Peter Baumgartner

Seit mehr als 30 Jahren treiben mich die Themen eLearning/Blended Learning und (Hochschul)-Didaktik um. Als Universitätsprofessor hat sich dieses Interesse in 13 Bücher, knapp über 200 Artikel und 20 betreuten Dissertationen niedergeschlagen. Jetzt in der Pension beschäftige ich mich zunehmend auch mit Open Science und Data Science Education.

2 Antworten auf „Schachfiguren -Aufgabe: Ideen für didaktisches Design mit H5P entwickeln“

Ehrlich gesagt, würde ich das einfach Quick-and-Dirty in Single-Choice-, Multiple-Choice- oder Wahr-oder-Falsch-Fragen umwandelnm z.B.:
– Wie viele Bauern gibt es?
– Gibt es mehr Türme als Springer?
– Welches Symbol hat die Königin?
– Von welcher Figur hat jede/r Spieler*in 8 Stück?
– Welche Figur wird mit diesem Symbol dargestellt?

Eine Aufgabe mittels Drag-und-Drop wäre natürlich auch denkbar, würde für mich aber eher das fotografische Gedächtnis der Tabelle abprüfen.

Andere Frage: Ist es Absicht, dass in der Tabelle alle Figuren bis auf „pawn“ groß geschrieben sind, „pawn“ aber klein?

Ist es Absicht, dass in der Tabelle alle Figuren bis auf „pawn“ groß geschrieben sind, „pawn“ aber klein?

Ich bin kein Schachexperte und habe mich das auch schon gefragt. Das ist im Text auch durchgängig so: pawn (Bauer) wird kleingeschrieben, aber alle Schwerfiguren (heißt das so im Deutschen?) werden groß geschrieben. Auf Seite 1 im Text heißt es:

A chessman (or man) means either a pawn or a piece. A pawn is never called a piece.

Danke auch, dass Sie mit Ihren Kommentar den Start gemacht haben. Ich warte noch ein paar Tage mit meinen Überlegungen.

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