Das Patriarchat (von altgriechisch pater „Vater“ und arche „Herrschaft“) bezeichnet ein gesellschaftliches Herrschaftssystem, in dem Männer strukturell dominante Positionen innehaben und Frauen sowie andere marginalisierte Gruppen systematisch benachteiligt werden. Es umfasst ein Geflecht aus sozialen Beziehungen, Normen und Werten, das die Vaterherrschaft oder männliche Vorherrschaft in Familie, Politik, Wirtschaft und Kultur institutionalisiert.
Patriarchale Strukturen sind historisch gewachsen und tief in der Gesellschaft verankert, wobei Theorien wie die von Gerda Lerner oder marxistische Ansätze den Übergang zu Sesshaftigkeit, Privateigentum und den Ausschluss von Frauen vom Bildungssystem als zentrale Ursprünge identifizieren. Diese Systeme führen zu Ungleichbehandlung, geschlechtsspezifischer Gewalt und der Aufrechterhaltung sexistischer Muster, die bis in die heutige Zeit nachwirken, obwohl sie durch Emanzipationsbewegungen teilweise aufgebrochen wurden.
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