Rassismus

Rassismus ist eine Ideologie und Form der Diskriminierung, bei der Menschen aufgrund äußerlicher Merkmale wie Hautfarbe, Herkunft, Sprache oder Name abgewertet, ausgegrenzt oder benachteiligt werden. Er basiert auf der falschen Annahme, dass Menschen in biologische „Rassen“ eingeteilt werden können, denen eine bestimmte Rangordnung zugeschrieben wird; wissenschaftlich ist diese Einteilung jedoch widerlegt.

Rassistische Strukturen dienen dazu, Machtverhältnisse zu legitimieren und den Zugang zu Ressourcen oder gesellschaftlichen Positionen zu kontrollieren. Dabei wird nicht nach individuellen Leistungen, sondern nach der Zugehörigkeit zu einer als „fremd“ konstruierten Gruppe beurteilt. Dies zeigt sich nicht nur in offener Gewalt, sondern auch in subtilen Formen wie Alltagsrassismus (z. B. Fragen nach der Herkunft bei jeder Begegnung) oder institutionellem Rassismus (z. B. Benachteiligungen bei der Jobsuche oder in der Justiz).

Historisch diente Rassismus zur Rechtfertigung von Kolonialismus und Sklaverei; heute operiert er oft über kulturelle oder religiöse Zuschreibungen statt über biologische Argumente. Er verletzt die universellen Menschenrechte, da er die Gleichwertigkeit aller Menschen leugnet.

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Von Peter Baumgartner

Seit mehr als 30 Jahren treiben mich die Themen eLearning/Blended Learning und (Hochschul)-Didaktik um. Als Universitätsprofessor hat sich dieses Interesse in 13 Bücher, knapp über 200 Artikel und 20 betreuten Dissertationen niedergeschlagen. Jetzt in der Pension beschäftige ich mich zunehmend auch mit Open Science und Data Science Education.