Kurs zur Akteur-Netzwerk-Theorie

Eine Illustration aus dem Online-Kurs zur Akteur-Netzwerk-Theorie

Eine Illustration aus dem Online-Kurs zur Akteur-Netzwerk-Theorie

Seit Sommer 2015 habe ich bereits an einem umfangreichen Online-Kurs für WordPress gearbeitet. Heute habe ich den Kurs zur Akteur-Netzwerk-Theorie endlich fertig gestellt!

Der Online-Kurs zur Akteur-Netzwerk-Theorie hat einen Umfang von 6 ECTS (das entspricht einer Lernzeit von 150 Stunden). Der Kurs ist kostenlos und kann von allen Interessierten besucht und absolviert werden. Einziges formales Erfordernis ist eine Registrierung auf meinem Weblog. Der Kurs inkludiert

  • 13 Lektionen
  • 12 Quizzes, die benotet und zertifiziert werden
  • drei Einsendeaufgaben, die bestätigt, aber nicht benotet werden.

Im Kurs wird als ein weiterer Aspekt der Motivierung ein Belohnungssystem umgesetzt: Wenn die entsprechende Punktezahlen erreicht sind, werden Titel für Kompetenz-Niveaus und Badges vergeben.

ACHTUNG: Es handelt sich um ein freiwilliges persönliches Serviceangebot aus dem keine Rechte von universitären Zertifikaten abgeleitet werden können. Es ist jedoch geplant, dass dieser Kurs von der Qualitätssicherung meiner Universität geprüft wird und nach dem erfolgreichen Abschluss  einer Online-Prüfung – mit einem offiziellen Zeugnis der Donau-Universität Krems (DUK) versehen wird.

Kurs zur Akteur-Netzwerk-Theorie: Entwicklungsziele

Den Kurs habe ich mit diversen Plug-Ins  (Namaste und WatuPRO) vollständig in WordPress entwickelt. Siehe dazu meine Reviews zu den beiden Erweiterungen: Namaste! LMS in WordPress und Watu: Ein Quiz-Plugin für WordPress. Obwohl der Kurs aus meiner Sicht inhaltlich sehr interessiert ist, detailliert und gewissenhaft ausgearbeitet ist, waren die inhaltlichen Ziele nur ein Nebenprodukt. Mein hauptsächliches Ziel bestand darin, dass ich bildungstechnologische Werkzeuge im praktischen Einsatz testen und mit verschiedenen didaktischen Designs zu experimentieren wollte. Dass der Kurs inhaltlich stimmig ist, war dazu eine wichtige Voraussetzung, weil sonst die Vorteile der eingesetzten didaktischen Strategien nicht zum Tragen kommen und nicht selbständig erfahren werden können. Aus diesem Grunde bin ich auch für jegliche Anregung, Kritik etc. extrem dankbar.

Deshalb kann im Anschluss an jede Lektion ein Diskussion geführt werden. (Die Nutzung einer Erweiterung für textliche Annotationen funktioniert leider noch nicht einwandfrei und muss ich daher aufschieben. Aber es gibt die Möglichkeit zu jeder Quizfrage eine Bewertung (1-5 Sterne) und auch einen inhaltlichen Kommentar an mich zu senden.

Ich werde die vielen didaktischen Entscheidungen, die ich bei der Entwicklung des Kurses getroffen habe, noch ausführlich in weiteren Beiträgen kommentieren. Dabei werde ich auch Screencast zur Nutzung der beiden WordPress-Erweiterungen entwickeln und dabei auch jene Möglichkeiten erklären, die ich in meinem ANT-Kurs nicht verwendet habe. Die Möglichkeiten sind nämlich derart vielfältig, dass es gar nicht möglich bzw. sinnvoll ist, alle Funktionen innerhalb eines Projektes zu nutzen.

Die Möglichkeit mit WordPress komplette Online-Kurse zu organisieren, ist besonders für  Studierenden unserer Lehrgänge – und hier besonders von eEducation – interessant. Es ist damit möglich, dass Projekte mit öffentlich zugänglichen Inhalten ohne durch Unterstützung eines komplexen Lernmanagement-System wie z.B. Moodle zu erstellen. Einige Studierendengruppen arbeiten bereits mit diesen WordPress-Plugins auf unserem Departmentserver und ich bin schon gespannt auf die Ergebnisse, die noch vor dem Sommer 2016 öffentlich zugänglich sein werden.

Kurs zur Akteur-Neztwerk-Theorie: Lernergebnisse

Als inhaltliche Grundlage für den Kurs verwende ich Bruno Latours Buch Reassembling the Social – An Introduction to Actor-Network-Theory (ANT), das ich in der deutschen Version Eine neue Soziologie für eine neue Gesellschaft Kapitel für Kapitel erläutere und kommentiere.

Lernende, die den Kurses zur Akteur-Netzwerk-Theorie absolvieren, können

  • die Grundgedanken von Akteur-Netzwerk-Theorie – im Unterschied zu anderen Ansätzen sozialwissenschaftlicher Forschung – erläutern,
  • verschiedene Fachbegriffe von ANT (wie z.B. Aktanten, Figuration, Einschreibung), sowie die vier Grundformen des Sozialen in ihrer Bedeutung für die sozialwissenschaftliche Forschung erklären,
  • die fünf Unbestimmtheiten (Gruppen, Handlung, Handlungsträger/innen, „Tat“-Sachen und Berichte) sozialwissenschaftliche Forschung diskutieren,
  • die Vor- und Nachteile verschiedene Forschungsstrategien von ANT wie z.B. „Den Akteuren folgen!“, „Das Globale lokalisieren“, „Das Lokale neu verteilen!“beschreiben.

Kurs zur Akteur-Netzwerk-Theorie: Wo anfangen?

Ich habe umfangreiches Material zum Curriculum erstellt. Für den Kurs selbst ist eine Anmeldung erforderlich, weil sonst das Lernmanagement-System nicht den Kursfortschritt verwalten und personalisieren kann. Die Anmeldeformulare befinden sich auf der Startseite bzw. den entsprechenden Seiten der einzelnen Lektionen.


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Akteur-Netzwerk-Theorie

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16 Kommentare zu Kurs zur Akteur-Netzwerk-Theorie

  1. Sehr geehrter Herr Baumgartner,
    der Kurs hört sich sehr interessant an. Aber bitte bezeichnen Sie die Vergabe von Punkten und Badges nicht als Gamification. Ein simples Belohnungssystem ist nicht Gamification.

    http://www.slideshare.net/romrack/top5-gamification-fallacies

    • Peter Baumgartner sagt:

      Sehr geehrter Rackwitz,
      Entschuldigen Sie, dass ich solange mit der Veröffentlichung Ihres Kommentars gewartet habe. Wir waren diesbezüglich ja schon im E-Mail Kontakt. Ich wollte mich erst mit Ihren berechtigten Einwänden näher beschäftigen. Ich sehe zwar, dass ich – nach wie vor noch wenig von Gamification verstehe – aber ich habe zumindest versucht, mich dem Gamification-Konzept, wie Sie es offensichtlich verstehen – anzunähern. Siehe dazu meinen Beitrag auf Gamfication-Experiment.

  2. Siemsen sagt:

    Ich finde die Idee, Kurse über WordPress zu konzipieren und OER anzubieten, ausgesprochen interessant und freue mich auf weitere Artikel dazu. Für neue Lernprozesse in der akademischen Bildung durch Digitalisierung und Online-Lernen benötigen wir solche Ideen, wie „inhalts-unabhängig“ Lernen und Kommunikation und Vernetzung und vor allem auch darüber hinausgehendes Verständnis zu Lernen und Wissen ermöglicht werden könnten. Ich bin sehr gespannt und schnuppere jetzt mal in den Kurs rein! Danke für die Idee und die Möglichkeit, dieses Probieren mitgestalten zu können.

    • Peter Baumgartner sagt:

      Vielen Danke für die aufmunternden Worte! Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir über Ihre persönlichen Eindrücke und Erfahrungen mit dem Kurs berichten können. – Ich bin da jetzt noch am Austesten und brauche dringend – auch kritisches – Feedback.

  3. Siemsen sagt:

    Ja das mache ich sehr gerne … ich kann zwar nicht versprechen, wie schnell und intensiv ich vorwärtskomme, da ich mich gerade beruflich neu orientiere und auch meine Diss vorbereite – aber mich mit der ANT zu beschäftigen dafür stand schon auf meinem Plan :-).
    Spontan habe ich mich gefragt, ob WordPress es verträgt, sollten in einem Kurs wirklich sehr viele Lernende gleichzeitig auf das Blog zugreifen, zumal der Kurs ja als ein Baustein von vielen in ihrem Weblog eingebaut ist. Ich bin gespannt und melde mich gerne wieder.

    • Peter Baumgartner sagt:

      Bitte nur keinen Stress: Feedback muss in diesem Fall nicht zeitnah sein: Der Kurs selbst ist ja noch nicht aktiv in irgendeinem Curriculum eingebunden und ich habe ihn ja gerade nicht als Demo- sondern als Pilotprojekt konzipiert, aus dem ich mir Erfahrungen für weitere Entwicklungen erhoffe. Ich habe mir nur gedacht, dass ich wirklich gutes Feedback nur dann erhalte, wenn ich auch möglichst realitätsnah einen Kurs anbiete, d.h. einen Kurs mit „echten“ (interessanten) Inhalten komplett und vollständig anbiete und nicht nur „Demo“, die keinen echten Einsatzwert hat. Außerdem bin ich der Auffassung, dass nur bei einem „echten“ Kurs als die didaktischen Strategiefragen auftreten, die es zu lösen gilt. – Ich habe übrigens bereits eine Beta-Test-Runde mit Doktoratsstudierenden von mir schon vor drei Monaten durchgeführt. Dabei bekam ich wertvolles & lehrreiches Feedback, über das ich noch genauer berichten und diskutieren werde.

      Ob WordPress die Last aushält, insbesondere wenn mehrere rechner-intensive Quizzes gleichzeitig abgearbeitet werden, ist eine spannende Frage. Das ist übrigens ein ganz wichtiger Grund für dieses Pilotprojekt: Lässt sich wirklich mit WordPress professionell so ein Kurs durchführen? (Gestern gab es zwischen 22:30- zum Arbeitsbeginn einen Serverausfall, wo ich noch wenig über die Gründe weiß. Mein persönliches Weblog läuft nämlich derzeit auf den Departmentserver, den wir für Forschungszwecke führen, wo aber – aus Gründen der personellen Ressourcen – keine 24×7 Serviceleistung dahinter steht. – Ich hoffe sehr, dass dieser Ausfall eine Ausnahme war, sonst ist das Pilotprojekt beendet, bevor es so richtig angefangen hat…

    • Peter Baumgartner sagt:

      Bitte nur keinen Stress: Das Feedback braucht nicht zeitnah sein: Der Kurs selbst ist ja noch nicht aktiv in ein Curriculum eingebunden und ich habe ihn ja gerade nicht als Demo- sondern als Pilotprojekt konzipiert, aus dem ich mir (mittelfristig) Erfahrungen für weitere Entwicklungen erhoffe. Ich habe mir nur gedacht, dass ich wirklich gutes Feedback nur dann erhalte, wenn ich auch möglichst realitätsnah einen Kurs anbiete, d.h. einen Kurs mit „echten“ (interessanten) Inhalten komplett und vollständig und nicht nur eine „Demo“, die keinen echten Einsatzwert hat. Außerdem bin ich der Auffassung, dass nur bei einem „echten“ Kurs all die didaktischen Strategiefragen auftreten, die es zu lösen gilt. – Ich habe übrigens bereits eine Beta-Test-Runde mit Doktoratsstudierenden von mir schon vor drei Monaten durchgeführt. Dabei bekam ich wertvolles & lehrreiches Feedback, über das ich noch genauer berichten und diskutieren werde.

      Ob WordPress die Last aushält, insbesondere wenn mehrere rechner-intensive Quizzes gleichzeitig abgearbeitet werden, ist eine spannende Frage. Das ist übrigens ein ganz wichtiger Grund für dieses Pilotprojekt: Lässt sich mit WordPress tatsächlich professionell so ein Online-Kurs mit vielen Teilnehmer/innen durchführen?

      (Gestern gab es zwischen 22:30 zum Arbeitsbeginn am nächsten Tag einen Serverausfall, wo ich noch wenig über die Gründe weiß. Mein persönliches Weblog läuft nämlich derzeit auf den Departmentserver, den wir für Forschungszwecke führen, wo aber – aus Gründen der personellen Ressourcen – keine 24×7 Serviceleistung dahinter steht. – Ich hoffe sehr, dass dieser Ausfall eine Ausnahme war, sonst ist das Pilotprojekt beendet, bevor es so richtig angefangen hat…)

      • Siemsen sagt:

        Oh, das hoffe ich doch nicht, dann drücke ich die Daumen, dass es eine Ausnahme war. Wie gesagt, ich finde die Test-Kombination aus spannendem Inhalt und Eignung von WordPress sehr gelungen, wenn mich nicht die ANT spontan angesprochen hätte, da sie sowieso auf meiner Leseliste stand, wäre ich vermutlich nicht eingestiegen.
        Nun hoffe ich, mich nicht zu sehr in den Materialien und weiterführenden Links zu verzetteln und dranzubleiben sogut zeitlich möglich. Vielen Dank für den Kurs und Grüße!

  4. Hallo Herr Baumgartner, liebe Sabine,

    Ich experimentiere auch gerne und halte es für wichtig Bildung möglichst barrierefrei breit anzubieten. Mir will aber nicht einleuchten, wo der Vorteil von WordPress gegenüber Moodle ist. Könnt Ihr mir auf die Sprünge helfen. Ich miss mich auf beiden Plattformen anmelden und kann meine Kurse dort abwickeln bzw. durcharbeiten. Ich diskutiere gerne.

    Herzliche Grüße,
    Gabriela Westebbbe

    • Peter Baumgartner sagt:

      Ihre Frage ist berechtigt und nicht trivial. Nachfolgend (m)ein erster Versuch, darauf eine Antwort zu geben:

      Ich persönlich sehe drei Vorteile, die alle damit zu tun haben, dass der Kurs mit meinem persönlichen und öffentlich zugänglichen Inhalten auf meinem Weblog – und damit mit der Blogosphere – verknüpft werden kann:

      1. Ich kann Inhalte aus meinem persönlichen Weblog für Kursinhalte nutzen. Damit wird (m)ein anmeldepflichtiges Lernmanagement-System (LMS) mit meinem persönlichem Contentmanagement-System (CMS) verknüpft.
        1. Ein kleines Beispiel: Ich habe vor etlichen Monaten begonnen – wo ich noch gar nicht an ein WordPress LMS gedacht habe – ein Glossar auf meiner Webseite aufzubauen. (Das sind die Begriffe mit dem Lampen-Symbol auf dieser Seite). Dieses – mein über die Jahre aufgebautes persönliches Glossar – lässt sich mit dem Kurs verbinden. Und umgekehrt: Neue Begriffsdefinitionen aus den Kursen erhöhen die Anzahl meiner Glossareinträge auf meinem Weblog.
        2. Ein anderes Beispiel: Ich kann z.B. die dritte Spalte rechts, dazu nutzen, um öffentlich zugängliche Inhalte aus meinem Weblog, auch den Kursteilnehmer/innen anzuzeigen bzw. zur Verfügung zu stellen.
      2. Andere Blogger können von Ihren eigenen Webseiten auf meinen Kurs über Pingbacks und Trackbacks verlinken. Leser/innen von anderen Weblogs können von fremden, d.h. meinem Kurs äußerlichen Gedankengängen – die von mir als Kursleiter nicht kontrolliert werden können – in meinem Kurs springen. Klar: sie müssen dazu auf meinem Weblog registriert und in meinem Kurs angemeldet sein. Damit ist eine einfache Integration meines Kurses mit dem Netzwerk der Blogger, der sog. Blogosphäre, möglich.
      3. Und last not least: Ich erhöhe damit den Verkehr auf meiner persönlichen Webseite bzw. meinem Weblog. 😉

      Außerdem möchte ich noch erwähnen, dass Quizzes nicht unbedingt auf den Kursseiten angelegt werden müssen und für alle frei zugänglich gemacht werden können. Das hat aber nur für Nutzer/innen einen Sinn, die nicht einen kompletten Kurs absolvieren wollen, denn für die Verwaltung des persönlichen Kursfortschritts ist immer eine Registrierung notwendig.

      Sorry, ist ein bisschen lang geworden…

    • Peter Baumgartner sagt:

      Jetzt ist mir noch ein Argument eingefallen: Praxisrelevante Projekte in unseren Masterlehrgängen können unsere berufstätigen Studierenden auch nach Ende des Studiums weiter nutzen, insbesondere auch deshalb, weil sie mit Content-Management-Plattformen – wie dem extrem verbreiteten WordPress – bereits vertraut sind.

      Wir werden in den nächsten Monaten dazu einige Studierendenprojekte vorstellen. Einige werden „bloß“ interaktive Quizzes verwenden, wo keine Registrierung notwendig ist. – Ein Feature, das – soweit ich weiß – in Moodle nicht möglich ist.

      • Erik Wegener sagt:

        Sehr geehrte Dialoggruppe, kurz und knapp:

        Vielen Dank für die Frage und die Antwort nach dem Vergleich zwischen LMS und CMS und der nachhaltigen Möglichkeit von CMS, speziell WordPress.

        Der Kurs auf dieser Plattform bedeutet für mich, dass das Konzept:“Web als Lernweg“ noch lebt. Denn diese Idee finde ich sehr spannend. Gerade für OER und der Teilhabe an Wissen. Ich bin sehr gespannt auf die Studien.

        Für das Archiv 😉
        Ich habe vor einige Zeitmit WordPress experimentiert ….

        Der Kurs:
        erikwegener.wordpress.com/in-80-stunden-durch-das-web/
        Das Konzept:
        erikwegener.wordpress.com/kurs-cms-und-seo/
        Die Präsentation:
        de.slideshare.net/erikwegener/freiarbeit-mit-webbasierten-impulsen-versus-frontalunterricht-in-der-beruflichen-weiterbildung-32778302

  5. Siemsen sagt:

    Liebe Gabriele, lieber Herr Baumgartner,

    erstmal danke für die ausführliche Antwort, die wieder gute Hinweise enthält, was man bei der Konzeption von OER beachten sollte.

    Mir ist auf die Frage spontan erstmal die offene Nutzung eingefallen. Moodle ist zwar – prinzipiell – auch frei und offen zugänglich installierbar, aber wenn z.B. ich als Lehrende an der FernUni einen Kurs für meine Studierenden anbieten möchte, der auch anderen zugänglich sein soll, dann ginge das über das Uni-Moodle nicht, da hierfür eine Immatrikulation Voraussetzung ist.

    Viele Grüße und weiter spannende Erkenntnisse.

    Sabine Siemsen

    • Peter Baumgartner sagt:

      Sie könnten sich aber auch selbst eine Moodle-Installation herunter laden. Ist ja ebenfalls Open Source. Ihre Meinung war übrigens auch meine ursprüngliche erste Ansicht. Da sind dann aber die Leute aus meinem E-Learning Center ein wenig böse geworden. Weil – Sie sagen es ja selbst – Moodle prinzipiell auch Inhalte öffentlich anbieten kann. Aber ich denke, dass das schwieriger und umständlicher als bei WordPress zu organisieren ist. Außerdem vermute ich, dass die gesamte Administration gegenüber WordPress etwas komplexer ist (Updates etc.). Umgekehrt nehme ich an, dass die Verwaltungen der Lernenden (Usermanagement) keine besondere Stärke von WordPress darstellt.

      Aber ehrlich gesagt, weiß ich da zu wenig, weil ich mich in Moodle nicht so detailliert auskenne, wie in WordPress, das ich jetzt schon einige Jahre fast täglich nutze. Aber ich habe mir vorgenommen, mit vergleichbaren Aufwand, den ich in WordPress investiert habe, mir einmal Moodle anzusehen. Z.B. überlege ich mir einen Kurs, mit ähnlichen didaktischen Features wie es der ANT-Kurs beinhaltet, in Moodle zu entwickeln. Dann lässt sich vielleicht besser ein direkter Vergleich ziehen.

  6. Siemsen sagt:

    Ja mit der Idee liebäugele ich auch schon länger, Moodle mal in einer privaten Installation auszuprobieren, ich denke, wir nutzen an der Uni wirklich nur Teile der komplexen Möglichkeiten.
    Hinsichtlich Foren/Communitiy habe ich in WordPress während meines Studiums mal das Plugin Simple Press getestet (http://www.sieseco.de/forum/) und eigentlich ganz gut und umfangreich gefunden. Allerdings habe ich dort keine Kurs angeboten und die Foren wurden auch nicht sehr aktiv angenommen – ich konnte das allerdings dann auch nicht mehr so aktiv pushen.

  7. Wolfgang Rauter sagt:

    Eine intensive Auseinandersetzung und eine damit möglicherweise verbundene Weiterentwicklung von moodle ist sicher spannend. Ich sehe dabei aber ein infrastrukturelles Problem: jede vierte Website weltweit läuft mittlerweile über WordPress, bei Websites mit CMS sind es sogar zwei Drittel. Es ist deshalb schnell möglich, einen Entwickler für eine bestimmte Anforderung zu finden, von Millionen frei verfügbarer Plugins und Themes ganz zu schweigen. Da kann die Community von moodle einfach nicht mithalten.

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