Reflexives Praktikum, Emergenz, Supervenienz und andere Wortungeheuer

In einem ausführlichen Kommentar geht Frank Vohle auf meine philosophischen Überlegungen zum Verhältnis von Muster und Emergenz ein. Ich war sehr froh darüber: Nicht deshalb, weil – wie Gabi meint – die tollen Kommentare immer bei mir landen <smile>, sondern weil es mich erleichtert hat, dass ich nicht alleine mit solchen abstrakten Überlegungen dastehe.

Der nachfolgende Beitrag ist (leider) noch nicht sehr gut ausgearbeitet.
Außerdem fürchte ich aus, dass es für philosophisch ausgebildete
Expert/-innen einigermaßen grob und naiv wirken mag. Wenn ich trotzdem
versuche auf einige komplizierte philosophische Fragestellungen
einzugehen, dann mag vielleicht das Diktum von Ludwig Wittgenstein als
Rechtfertigung herhalten:

Ich glaube, einen Philosophen, einen der selbst denken kann, könnte
es interessieren, meine Noten zu lesen. Denn wenn ich auch selten ins
Schwarze getroffen habe, so würde er doch erkennen, nach welchen
Zielen ich unablässig geschossen habe. (In: Über Gewissheit, §387)

Neuer Homepage-Bereich „Dissertationen“

Mit heutigem Tag habe ich einen neuen Bereich auf meiner Website eröffnet: Es handelt sich um die Dokumentation der von mir betreuten bzw. begutachteten Dissertationen.

Dr. Georg J. Anker gestorben

Österreichs E-Learning verliert eine wichtige Führungskraft: Dr. Georg J. Anker – Leiter der Abteilung Neue Medien und Lerntechnologien an der Universität Innsbruck – ist zur Nacht auf Sonntag, dem 15. März 2009 nach langer Krankheit verstorben.

Muster als emergentes Phänomen

Aus erkenntnistheoretischen Überlegungen habe ich bereits öfters in meinen Arbeiten auf den Begriff der Emergenz hingewiesen und versucht für die Didaktik von E-Learning nutzbar zu machen (siehe beispielsweise die referenzierten Artikel am Ende dieses Weblogeintrags). Gerade vor diesem epistemologisch motivierten Hintergrund interessieren mich (Entwurfs-)Muster (Design Pattern) so sehr. Mir scheint allerdings, dass dieser allgemeinere Zugang in der „Pattern Community“ bisher nicht einmal ansatzweise diskutiert wird.

Reminder: Einreichungen zum MEDIDA-PRIX 2009

Bis 31. März 2009 können noch Projekte eingereicht werden. Es lohnt sich auf jeden Fall, immerhin ist der MEDIDA-PRIX mit 100.000 Euro der höchstdotierte mediendidaktische Preis im deutschen Sprachraum.

Sind Entwurfsmuster immer trivial?

Ist das explizit ausformulierte Wissen, das in einem Entwurfsmuster dargestellt wird, notwendiger immer trivial? Trivial für wen und was heißt eigentlich „trivial“ bzw. wodurch lässt sich Trivialität kennzeichnen?

Promotionsthema Didaktische Entwurfsmuster

Ich habe mich jetzt – wie schon seinerzeit an der FernUniversität in Hagen – dazu entschlossen Promotionsthemen, die ich betreue, auszuschreiben. Beim ersten ausgeschriebenes Thema geht es um eine Einschätzung inwieweit der Musteransatz von Christopher Alexander für die Pädagogik/Didaktik genutzt werden kann.

Diskussion um Entwurfsmuster-Ansatz starten

Christian Kohls hat eine sehr lange Rückmeldung in meinem Weblog vorgenommen. Weil sie wichtig ist und auch einige Links enthält, die im Kommentar nicht direkt angesteuert werden können, habe ich – mit seinem Einverständnis – seine Anmerkungen als eigenen Weblog-Artikel hier eingefügt. Die Gliederung, Zwischenüberschriften und Formatierungen stammen von mir (pb).

Taubenflug

Zurück von mehreren Dienstreisen, bemerkte ich gestern Glassplitter in meinem Büro. Der Grund: Eine Taube – die vor einem Falken flüchtete – durchschlug das Doppelfenster und landete – unverletzt! – auf den Boden hinter meinem Schreibtisch. Nachdem der erste Schock vorbei war und die Taube eingefangen und wieder ausgesetzt worden ist, fotografierte Frau Kirchmayer noch die Überreste des Events.

Das war gut so – ich hätte es sonst nicht geglaubt <grin>.

Pattern Workshop

Vom 4.-6. März 2009 habe ich am Institut für Wissensmedien (IMW) an einem Workshop zur Methodologie und Praxis von didaktischen Designmustern teil genommen. Obwohl meine persönliche inhaltliche Einschätzung zu dieser Veranstaltung äußerst ambivalent ausgefallen ist, haben mich diese drei Tage – aus anderen Gründen – sehr inspiriert.

Kritik der didaktischen Entwurfsmuster

Auf dem Pattern-Workshop in Tübingen habe ich mehrmals erwähnt, dass mich die bisher bekannten didaktischen Entwurfsmuster nicht überzeugt haben. Es ist wohl jetzt – wo ich mich eingehender damit beschäftige – angebraucht, diese sehr allgemein vorgebrachte Kritik zu begründen. Das ist gar nicht so einfach, weil das bisher eine Art oberflächliches „Bauchgefühl“ war bzw. ist und eine rationale Begründung tiefer fassen und vor allem analytischer vorgehen muss.

Didaktische Entwurfsmuster

Auch wenn ich im Nachrichtenteil meiner Website ein wenig gemosert habe, hat mich der Pattern Workshop in Tübingen durchaus angesprochen. Das geschah zwar mehr auf der informellen und metatheoretischen als auf der inhaltlichen Ebene; aber letztlich ist es ja auch egal, wodurch eine Motivation ausgelöst wird.

Wissenstransfer von der Wissenschaft zur Wirtschaft

Im April 2009 startet mein Department einen neuen Typus von E-Learning-Weiterbildungsangeboten: Die neugegründete Akademie für Bildungstechnologien und Innovation soll unsere Angebote am Hochschulsektor (Masterlehrgänge, Veranstaltungsreihe bt talks) mit Weiterbildungsveranstaltungen für Industrie und Wirtschaft ergänzen.

Weniger eigene Auftritte

Voriges Jahr war ich wegen 55 Auftritte ganze 92 Tage außer Haus!
Das waren zwar nicht nur Referate, sondern auch EU-Projektmeetings und
anderen Koordinierungstreffen. Trotzdem aber: Viel zu viel!

Qualität von E-Learning

Am Freitag hielt ich in Berlin ein Referat zum Stand der Qualitätsdebatte bei E-Learning. Dies war mein Beitrag im Rahmen des Fachkongresses „Bildung und Qualität“, der vom Forum DistancE-Learning organisiert wurde. Die Veranstaltung war eine von vielen Veranstaltungen die bundesweit in Deutschland im Rahmen des Fernstudientags stattfanden.

Vernetzungstreffen: Implizites Wissen

Am 24. und 25. Februar fand ein erstes Treffen eines in Gründung befindlichen Forschungsnetzwerkes „Implizites Wissen und Könnerschaft“ statt. Das Treffen wurde von meinen beiden Kollegen Georg Neuweg und Jörg Markowitsch organisiert und fand in einer tollen, inhaltlich sehr inspirierenden Atmosphäre statt.

Spring Day 09: „Schnupper-Möglichkeit“ für berufsbegleitende Studiengänge

Am 20.03.2009 bietet die Donau-Universität Krems eine kostenlose „Schnupper-Möglichkeit“ für berufsbegleitende Studiengänge, die speziell für Lehrer/innen bzw. Personen im Bildungsbereich konzipiert wurden.

Content im Kontext

Im Rahmen der diesjährigen LearnTec sprach ich zum Thema Lernobjekte, Lernszenarien und Lernarrangements und welche Rolle in diesem Zusammenhang „Content“ dabei hat. Meine Position kurz zusammen gefasst lautet: Content ist zwar wichtig, aber Context – und nicht Content – ist King. Content ist nur ein (wichtiger) Teil einer ganzheitlich zu betrachtenden Lernumgebung. Auch mit unfertigen, mangelhaften Content lassen sich spannende didaktische Szenarien mit hoher Lerneffizienz gestalten (z.B. indem gemeinsam an der Verbesserung des Contents gearbeitet wird).

Forschungsoffensive – neue Stelle ausgeschrieben

Im Rahmen einer Forschungsoffensive, die wir für unser Department 2009 planen, schreiben wir eine weitere Stelle aus. Es geht dabei vorerst um die Akquisition und das Management von Forschungsprojekten. Die Stelle ist vorerst auf ein Jahr befristet; eine Verlängerung ist wesentlich an den Erfolg der Akquisitionstätigkeit gebunden. Bewerbung sind bis zum 11.2.2009 per E-Mail an karin.kirchmayer@donau-uni.ac.at zu senden.

Überlegungen für eine Forschungsoffensive

Mein Department schließt das Budgetjahr 2008 mit einem Riesenerfolg ab: Es ist uns gelungen unser Budget weit über Plan abzuschließen! Damit ist es nun – seitdem ich das Department 2006 übernommen habe – zum 2x in Folge gelungen ein stark verbessertes finanzielles Ergebnis zu erreichen.

Das war die positive Seite der Meldung. Ein negativer Aspekt ist es, dass dieser Erfolg auf Kosten der Forschung erreicht wurde: Wir haben unsere finanziellen Erfolge in erster Linie durch eine Einschränkung der Forschungsaktivitäten und gleichzeitigen Ausbau in der Lehre – und damit durch die Einnahme von Lehrgangsgebühren – erreicht.